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aus: Augsburger Allgemeine vom 06.07.2012

 

Halt und Hilfe für Menschen mit seelischen Nöten

Neu-Ulmer Tagesstätte der Diakonie für Psychiatrieerfahrene nahm vor zehn Jahren ihre Arbeit auf

 

Tagesstatte_10_Jahre

Zehn Jahre „Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene“: (von links) Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (Neu-Ulm), Ute Kröner (Tagesstätte), Dieter Wegerer (stellvertretender Landrat, Geschäftsführer der evangelischen Sozialstation), Roland Bürzle (stellvertretender Landrat), Herbert Pressl (Bezirksrat), Annette Neulist (Grüne-Stadträtin) und Jürgen Reichert (Bezirkstagpräsident).

Neu-Ulm Zehn Jahre ist die „Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene“ des Diakonischen Werks
Neu-Ulm alt geworden. Ein eher kleines Jubiläum. Doch die Schar der Gratulanten – vom Bezirkstagspräsidenten über den Oberbürgermeister und stellvertretende Landräte bis hin zur Dekanin – belegte, dass die Einrichtung anerkannt und von einiger Bedeutung ist.

„Tagesstätten sind ein großer Segen für die betroffenen Menschen“, sagte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, dessen Augsburger Behörde den Großteil der Kosten für die Neu-Ulmer Einrichtung trägt. Wo noch vor wenigen Jahren kaum jemand über die bitter notwendige Tagespflege von psychisch Belasteten nachgedacht habe, bestehe heute ein flächendeckendes Netz von Einrichtungen für diese Leute. „Welten haben sich in diesen Jahren geändert“, sagte Reichert auf der kleinen Jubiläumsfeier in der Tagesstätte an der Reuttier Straße. Ziel sei, „diesen Leuten ein Stück Tagesstruktur zu vermitteln, um ihnen nach dem Besuch einer Klinik Halt zu geben“.

Schon 1993 hatte das Diakonische Werk Neu-Ulm eine Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene eröffnet. Im Januar 2001 war mit dem Aufbau des betreuten Einzelwohnens begonnen worden. Um diese Angebote zur ergänzen und weiterzuentwickeln, war schließlich vor zehn Jahren die Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene eingerichtet worden. Ihr Angebot richtet sich vor allem an Menschen mit einer chronisch psychischen Erkrankung.

Landratstellvertreter Roland Bürzle wies im Grußwort daraufhin, dass noch vor zehn Jahren die Zahl der psychischen Störungen wesentlich geringer gewesen sei als heute. „Niemand sieht die Krankheit“, sagte Bürzle und berichtete dann ausführlich und ohne Scheu von eigenen Erfahrungen. Was heute allgemein mit „Burn-out“ bezeichnet werde, habe vor Jahren ihn selbst erwischt. „Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, wusste mit den Akten nichts anzufangen, fing eine Arbeit an und legte sie wieder unerledigt zur Seite.“ Geholfen hätten schließlich die Aussprache in der eigenen Familie, medizinischer Rat und vor allem „lange tägliche Spaziergänge, zu denen ich überhaupt keine Lust hatte“. „Hier finden alle jene Platz und Hilfe“, sagte Diakonie-Geschäftsführerin Sigrun Rose, „die Nöte haben.“ Die steigende Zahl der Psychiatriefälle führte sie auf den herrschenden Arbeitsdruck zurück. Bestimmte Gruppen aber seien unter ihren Klienten noch nicht vertreten. So werde nun ein Netz geknüpft, um auch Obdachlose zu erreichen. Gottes Segen für die weitere Arbeit der Tagesstätte erbat Dekanin Gabriele Burmann.

 

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