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aus: Augsburger Allgemeine vom 08.06.2012

 

Paten sollen die Not lindern

Hilfe Kirchengemeinden und Diakonie gründen Projekt namens „Fit“

 

PatenSenden/Weißenhorn „Fit“, so nennt sich ein Projekt, das die Diakonie Neu-Ulm gemeinsam mit den evangelischen Kirchengemeinden Senden und Weißenhorn in wenigen Wochen startet. Diese Abkürzung steht für „fördern, initiativ werden, teilhaben“ und für eine Idee, wonach bedürftige Menschen Unterstützung von freiwilligen Paten erhalten sollen. Auch soziale Beratung findet fortan in beiden Städten statt.

Kirchengemeinden und Diakonie sind für das Projekt verantwortlich, eine Arbeitskraft auf
400-Euro-Basis soll eigens dafür von den Sendenern beschäftigt werden. Die evangelische Landeskirche hat den Kirchenverwaltungen insgesamt 36000Euro zugesagt. In enger Kooperation wollen die Kirchengemeinden und die Diakonie Hilfe leisten.
Freut sich auf viele Paten: Patenprojekt
Heike Bayer

„Das ist eine gelungene gemeinsame Sache“, sagt Heike Bayer, die beim Diakonischen Werk die Leitung dieses Sozialpatenprojekts übernommen hat. Die Pläne für das Vorhaben wurden bereits 2011 im Rahmen der bayerischen Landessynode in Neu-Ulm gefasst.

Schon seit mehreren Jahren wünschten sich beide Gemeinden Beratung direkt vor Ort, so Bayer. Denn bislang müssen die Klienten die Sprechstunden in Neu-Ulm besuchen, „doch viele Menschen erreichen wir so gar nicht“. In Senden erhielt die Kirchengemeinde vor allem durch die Tätigkeit der Tafel immer mehr Einblick in weiterführende Nöte der Kunden, berichtet Stadtpfarrer Christoph Rupprecht: „Und da ist kompetente Hilfe gefragt, die wir als Tafel unmöglich leisten können“, betont er.

Die zusätzlichen Beratungen sind nun möglich, und der Bedarf dafür sei groß, glaubt Heike Bayer. Fünf Wochenstunden, abwechselnd im Sendener Paul-Gerhardt-Haus und im Weißenhorner Augustana-Zentrum, sollen künftig stattfinden.

Führen wird diese Beratungsgespräche Antje Funk, ebenfalls Sozialarbeiterin der Diakonie. Bei den Sprechstunden wird sich zeigen, welche Klienten weiteren Bedarf an konkreter Hilfe haben und durch Menschen, die auf freiwilliger Basis ihre Kenntnisse weitergeben, unterstützt werden können.

„Oft fehlt Leuten einfach der Anschub, andere brauchen Hilfe beim Gang zum Jobcenter oder auch nur Tipps zum Kochen“, weiß Heike Bayer. „Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, Sozialpaten zu gewinnen, denn damit steht und fällt alles“, sagt sie. „Ich würde mir wünschen, dass dort Menschen ihre Fähigkeiten einbringen. Die Hilfe kann von der Arbeit mit Jugendlichen bis zum Besuch im Altenheim reichen“, fügt Pfarrer Rupprecht hinzu.

Freiwillige sollen für ihre Aufgabe geschult werden.

Eine weitere Fachfrau soll den Freiwilligen bei ihrer Arbeit mit den Klienten helfen. Für diese Aufgabe wird derzeit eine Kraft auf 400-Euro-Basis gesucht. Die Sozialpaten erhalten Schulungen, etwa in Gesprächsführung, und werden von der künftigen Projektkoordinatorin vor Ort angewiesen. Wie die von den Paten zu leistende Hilfe genau aussieht, hänge sowohl von den Problemen der Besucher als auch von den Ressourcen der Freiwilligen ab, sagt Heike Bayer. Doch die Ehrenamtlichen werden stets klar abgesteckte Zuständigkeitsbereiche haben, kündigt sie an. Schließlich sollen sie sich nicht fürs Lebensglück eines Klienten verantwortlich fühlen. Auch die Zeiträume, in denen sie sich einbringen können, sind variabel, langfristig verpflichten müssen sich die Paten nicht.

Finanziert ist „Fit“ bis Ende 2014. „Bis dahin haben wir genug Zeit zu sehen, wie es weiter laufen kann“, sagt Pfarrer Christoph Rupprecht und merkt an, dass Spenden für das Projekt willkommen sind.

 

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