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aus: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 22.10.2013

Gemeinsam trauert es sich leichter

In Nersingen gibt es seit gestern Abend eine Trauergruppe

Nach der erfolgreichen Einrichtung des „Trauercafés“ vor gut einem Jahr in Nersingen hat die Beauftragte für Palliativ- und Hospizarbeit Marion Deml eine neue Gruppe ins Leben gerufen. Seit gestern bietet die Diakonie Neu-Ulm in Nersingen eine feste Trauergruppe an, die Betroffenen ermöglichen soll, einen Teil ihres Trauerweges gemeinsam zu gehen. „Das gibt den Teilnehmern Sicherheit und es gibt eine feste Struktur“, erklärt Deml, die zusammen mit Trauerbegleiterin Rosi Ziegler das Konzept ausgearbeitet hat.

Sieben Teilnehmer, zehn Abende
Sieben Teilnehmer haben sich für die Gruppe angemeldet und werden an zehn Abenden unterschiedliche Themen gemeinsam erarbeiten. Dabei werden unter anderem die vier Ebenen der Trauer erläutert: emotional, verdrängt, praktisch und intellektuell.

Jeder Trauernde muss seine vier Traueraufgaben bewältigen: Den Verlust akzeptieren, den Schmerz aushalten, lernen, das Leben neu zu ordnen und dem Verstorbenen einen neuen Platz zuordnen. Außerdem liegt es Marion Deml am Herzen, dass in der Gruppe „etwas passiert“, dass eine gewisse Solidarität entsteht und dass sich auch Kontakte innerhalb der Gruppe entwickeln: „Jeder Teilnehmer soll nach zehn Abenden anders rausgehen, als er reingegangen ist.“

Verschiedene Themen zur Aufarbeitung

Sie freut sich auf die neue Aufgabe und die begrenzte Teilnehmerzahl soll helfen, dass sich die Trauernden intensiv und individuell mit einbringen können. Als Themen für die Gruppenabende stehen zum Beispiel „Was mir besonders schwer fällt“ oder „Alle Jahre wieder – über schwierige Tage hinwegkommen.“ Außerdem müssen die Teilnehmer auch praktische Aufgaben meistern, ein weiterer Abend steht unter dem Motto: „Entspannung für Trauernde“.

„Wir können das Leid nicht abnehmen, aber wir können einen Teil des Trauerprozesses begleiten“, erklärt Organisatorin Deml. (ewgo)

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