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aus: Augsburger Allgemeine vom 29.05.2012

 

Integration in der Praxis

Fest der Kulturen 800 Besucher genossen am Samstag in Leipheim internationales Flair. Das Vielvölker-Festival soll in verkleinerter Form weitergeführt werden

 

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Nicht nur zuschauen, auch mitmachen war für alle Kinder angesagt.

 

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Fatma Dogan (links) heißt Leipheims Bürgermeister Christian Konrad und Migrationsberaterin Anna Jose mit einer Tasse türkischen Kaffes willkommen.

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Von Charleston bis orientalischem
Schleiertanz: die Tanzgruppe Assorti.

Internationale Beteiligung überall.

 

 

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Süßes und Scharfes, original präsentiert aus Marokko.                                             

Nachwuchsartisten zeigen beim Mitmach-
Kinderzirkus ihr Können.

Leipheim Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Vielleicht auch beim 9. Leipheimer Fest der Kulturen in der Hermann-Köhl-Straße? Bisher wurde dieses bunte Schaufenster gelebter Integration organisiert und finanziert durch das staatlich bezuschusste Projekt „Soziale Stadt“ und „Mehrgenerationenhaus“. Doch die migrationspolitisch so notwendige Finanzhilfe wurde bekanntlich bundesweit abrupt gestoppt, was im Fall Leipheim zur Verabschiedung des bisherigen sehr erfolgreich arbeitenden Sozialprojektleiters Burghardt Wagner führte, und damit zur Reduzierung aller damit verbundenen Programme einschließlich des Festes der Kulturen.

Bürgermeister Christian Konrad bedauerte diesen Zustand. Er setzte die Vorzeichen seiner Begrüßungsworte aber dennoch nicht in Moll, sondern in zuversichtliches Dur. „Das Beste aus dieser Situation machen“ lautete seine Devise, also aus der Not eine Tugend. Die Stadt werde sich bemühen, sagte er, „ein Paket zu schnüren“ und damit die Voraussetzungen schaffen, „die über Jahre aufgebauten und bewährten Strukturen zu erhalten und fortzuführen“. Denn Integration beginne grundsätzlich mit gegenseitigem Verständnis und persönlichem Kennenlernen. Hinsichtlich dieser Tatsache gehöre Leipheim zu jenen Städten, in denen „nicht nur von Integration geredet, sondern aktiv etwas dafür getan wird“.

Zum Beispiel ein kunterbunt fröhliches Multikulti-Vielnationenfest zu feiern. Wenn auch notwendigerweise in abgespeckter, intimerer Form und ohne große Bühne, dafür aber auf rundum zugänglicher Spiel-, Sport- und Tanzfläche, und in genussfreudiger Nachbarschaft mit lukullischen „Botschaftsvertretungen“, deren kulinarische Visitenkarten in Großbuchstaben den Duft der großen weiten Welt verströmten.

Während man sich visuell der grazilen Ornamentik bildhübscher Thaitänzerinnen in fernöstlicher Unnahbarkeitsaura hingab, bei den Jungmädchen der Assorti-Tanzgruppe den Charleston mitklatschte, oder ihre orientalische Bauchtanzakrobatik bewunderte, über den knallharten Beatbox der virtuosen Kehlkopfartisten Thomas und Daniel staunte, oder die Kinderzirkuseignung der MiMa-Truppe mit ihren Boden-, Luft- und sonstigen Akrobatikdarbietungen, mit rotnasigen Clowns und gelenkiger Gruppenpyramide in Betracht
zog, durfte man sich an Tischen und Bänken bequem auf Gourmettour begeben, quer durch die Welt und wieder zurück.

Es empfahl sich, die angestrebten Ziele unter Beigabe von würzigem Tee, starkem Kaffee, kaltem Bier oder quellreinem Aqua Minerale einzuverleiben: thailändischer Curryhähnchenspieß, scharfer Signi mit Gemüse und Sauerteigbrot aus Eritrea, aus der Türkei Adana gegrillt, mit Börek, Tulumba und Baklava, gefüllt mit Haselnüssen. Weiter nach Marokko zu feurigem Couscous, anschließend russischer Borscht, kalte Okroschkasuppe und Blini. Zum abschließenden Kaffee bot sich eine kalorienreiche Auswahl quer durch das internationale Kuchen-, Süßspeisen und sonstige Sündenregister.

Neben dem visuellen und leiblichen war für das integrative Wohl gesorgt: mit Informationen über Deutschkurse, die etwa von der FD Bildungsakademie Fatma Dogan im gesamten Landkreis angeboten werden, oder das neue Familienportal des Landkreises (www.familie.landkreis-guenzburg.de), das Familienbeauftragter Meinrad Gackowski vorstellte. Daneben standen auch noch Besuche des Spielmobils, der Hüpfburg oder beim Kinderschminken an. Wertvolle Preise lockten zum Kauf eines Tombolaloses. „Wäre einfach schade, wenn man solch eine bewährte Veranstaltung aufgeben müsste“, kommentierte die jetzige Leiterin der vielfältigen
Sozialprojekte, Migrationsberaterin Anna Jose.

Unterm Strich genossen 800 Besucher internationales Flair. Das Leipheimer „Fest der Kulturen“ soll in verkleinerter Form weitergeführt werden.

 

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