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News vom 20.09.2011

Deutschintensivkurs für Asylbewerber in Leipheim

Von Anfang August bis Mitte September wurde von der Diakonie Neu-Ulm ein Deutschkurs für Bewohner der Asylunterkunft in Leipheim veranstaltet. Es handelte sich um ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Mehrgenerationenhaus Leipheim und der Beratungsstelle für Asylbewerber und Flüchtlinge.

An vier Vormittagen pro Woche kamen die TeilnehmerInnen in die Räume des Mehrgenerationenhauses in der Hermann- Köhl-Straße in Leipheim um Deutsch zu lernen. In 5 Wochen wurden den Teilnehmern grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache vermittelt. Die Teilnehmer kamen aus Afghanistan, Iran, Irak und Nigeria. So groß die Zahl der Herkunftsländer, so unterschiedlich waren auch die Niveaus der Schüler. Das Erlernen des europäischen Alphabets stand ebenso im Unterrichtsplan wie das Deklinieren und Konjugieren bei entsprechenden Vorkenntnissen.

Den größten Teil der Klasse stellte eine afghanische Familie. Vater, Mutter, zwei Söhne und drei Töchter. Sie waren schon seit ein paar Monaten in Deutschland. Da die Schulpflicht auch für Kinder von Asylbewerbern gilt, haben die afghanischen Kinder auch schon ein paar Monate die Schulbank gedrückt. Ohne Vorkenntnisse der deutschen Sprache sind sie gleich ins kalte Wasser geworfen worden. Angesichts der Umstände waren auch die mäßigen Ergebnisse bedeutungslos. Die Kinder hatten auch nicht die Möglichkeit einen Deutsch-Förderunterricht zu besuchen und konnten natürlich in so kurzer Zeit nicht ein Sprachniveau erreichen, das ihnen eine produktive Teilnahme am Unterricht ermöglicht hätte.

Nazanin und Aresu, die Zwillingsschwestern, waren besonders motiviert. Sie waren die Triebfedern, die diesen Kurs erst ins Rollen gebracht haben. Während der kurzen Zeit in der Schule hatten sie sich schon viele Grundlagen erarbeitet und man konnte ihnen beim Wissenszuwachs regelrecht zusehen. Dennoch sind 5 Wochen eine kurze Zeit und eine entscheidende Frage wird sein, ob nach Abschluss des Kurses ein weiterer Förderunterricht in Deutsch, parallel zum Regelunterricht, organisiert werden kann.

Axel Breckwoldt, der Sprachkursleiter studiert an der Universität Augsburg Lehramt Hauptschule mit den Unterrichtsfächern Kunst, Deutsch und Englisch und engagiert sich in seinen Semesterferien indem er diesen Kurs auf ehrenamtlicher Basis durchführt.

Ab September suchen wir wieder Ehrenamtliche für:Deutschkurse in der Asylunterkunft
(1-2 Stunden pro Woche), für Hausaufgabenhilfe sowie für die intensive schulische und sprachliche Förderung von Nazanin, Aresu und anderen Kindern der Asylunterkunft. Weiterhin suchen wir Sponsoren, die Kurse wie diesen, Ausflüge und Feiern möglich machen
(Tel. 0731-70478-23)

Axel Breckwoldt und Sigrun Grüninger

Sommersprachkurs 1 (3)

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