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aus: EPD vom 06.08.2010

Über 1.000 Geldspielautomaten locken die Zocker
Neu-Ulmer Fachstelle Glücksspielsucht besorgt über Zunahme

Neu-Ulm/Ulm (epd). Allein in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung gibt es über 1.000 Geldspielgeräte in knapp 100 Spielsalons. Das hat der Suchtberater Stefan Becker von der Fachstelle Glücksspielsucht der Diakonie in Neu-Ulm ausgerechnet. Dabei habe er die Geräte in Imbissbuden oder Gaststätten noch nicht dazugezählt, sagte Becker dem epd. Es mache ihm Sorgen, dass die Spielmöglichkeiten selbst auf dem Land oder in den Kleinstädten immer mehr zunähmen.

Bei der Fachstelle Glücksspielsucht in Neu-Ulm suchten allein bis Ende Juli dieses Jahres 38 Menschen Rat. Renate Janik, Leiterin der Suchtberatung in Neu-Ulm, hat den Eindruck, "dass die Öffentlichkeit inzwischen für das Thema sensibilisiert und über das Krankheitsbild informiert ist". Von den neuen Klienten seien 31 Männer und eine Frau Spieler gewesen. Sechs Angehörige von Glücksspielsüchtigen, darunter fünf Frauen, suchten ebenfalls Hilfe. Die Fachstelle Glücksspielsucht in Neu-Ulm ist eine von 19 Fachstellen in Bayern, die die Landesstelle Glückspielsucht vor zwei Jahren eingerichtet hat.

Suchtberater Becker hat festgestellt, dass die Glücksspielsüchtigen zwischen 10.000 und 25.000 Euro Schulden anhäufen. Einer sei sogar mit 50.000 Euro verschuldet gewesen. Schwere Partnerschaftskonflikte sind nach Beobachtungen des Beraters meistens eine weitere Folge der Glücksspielsucht.

 

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