SEITENÜBERSICHT

STARTSEITE / PR & PRESSE / Presse / 2013 / GZ 11.02.2013 /

aus: Günzburger Zeitung vom 11.02.2013

 

Willkommen in Deutschland

Traditioneller Neujahrsempfang für Asylbewerber im evangelischen Gemeindehaus in Leipheim setzt Zeichen für ein gelingendes Miteinander

 

Sie kommen aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Nigeria, Uganda, Irak, Pakistan oder China. Familien mit Kindern, Jugendliche, alleinstehende Männer und Frauen. Weit über einhundert sind es, gemeinschaftlich untergebracht in Leipheim, Deffingen, Neu-Ulm und Edelstetten und vereint in dem zentralen Bestreben, Deutschland Asyl zu erhalten. „Für viele, besonders für jene, die bereits den Status „Anerkannt aus humanitären Gründen“ erlangt haben, eine Perspektive, die man durchaus als gut bezeichnen könnte“, meint Meinrad Gackowski, Familien- und Integrationsbeauftragter beim Landratsamt, der zusammen mit Sigrun Grüninger von der evangelischen Diakonie Neu-Ulm diesen Neujahrsemfang für Asylbewerber im evangelischen Gemeindehaus in Leipheim bereits zum vierten Mal organisiert hat.

Bildungsgrundlagen sind sehr unterschiedlich

Mit dabei sind viele der ehrenamtlichen Helfer, die den Asylsuchenden bei Spracheinstieg und Alltagsrealität zur Seite stehen. Schwierig, so lassen die beiden Offiziellen gegenüber unserer Zeitung wissen, gestalten  sich die gemeinschaftlichen Eingliederungs- und Integrationsbemühungen zuweilen deshalb, weil die Bildungsgrundlagen doch sehr „breit gefächert“ seien, gewissermaßen vom Analphabeten bis zum Hochschulprofessor.

Besonders Jugendliche zeigten sich aber vom Willen beflügelt, sich in angebotenen Kursen die unumgänglichen Deutschkenntnisse anzueignen, als grundsätzliche Voraussetzung  einer gesicherten, beruflichen Zukunft.

Beispielhaft die 22-jährige Niotar Azimi aus Kabul, die vor drei Jahren zusammen mit ihrer Familie eine dreimonatige abenteuerliche und schicksalsschwere Reise überstand, sich in ehrgeiziger Weise jene Sprachkenntnisse aneignete, die sei jetzt zum Hauptschulabschlussbefähigen. Dem sich dann, so hofft sie, vielleicht die Ausbildung zu ihrem Traumberuf als Krankenschwester anschließt.

Am Freitagnachmittag ist in Leipheim allerdings für alle, Völkerübergreifend und zwanglos, Zusammensein und Kontaktpflege angesagt. Im Nebenzimmer lässt sich die stattliche Kinderschar von geduldigen Helferinnen Gesicht und Body schminken, oder von Zauberer Seven Larch in die Magie der Luftballonkünste einführen.

Salziges, Süßes und Schweinefleischfreies

Im Gemeindesaal sind die Tisch für „Salziges, Süßes und Schweinefleischfreies“ gedeckt. Und über allem steht in unsichtbaren Lettern doch deutlich vernehmbar: „Willkommen in Deutschland“.

Arbeitskreis „Deffingen hilft“  sucht Helfer für Einkaufsfahrten

Der Arbeitskreis „Deffingen hilft“ kümmert sich im Günzburger Stadtteil um Asylbewerber, die in der Pension Regina untergebracht sind. Die Initiative kommt von der katholischen und evangelischen Kirche. Beim jüngsten Treffen berichten Helfer von ihren Erfahrungen mit den Asylbewerbern, teilt der Günzburger Walter Lasar mit. Die Sprachkurse seien sehr gut angenommen worden. „Zum Teil sprechen die Asylbewerber schon richtig gut Deutsch“, sagt Lasar. Deren Kinder kämen im Heilig-Geist-Kindergarten gut zurecht. Lasar erläutert, dass die gemeinsamen Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt für beide Seiten sehr bereichernd seien. Die Helfer hätten viel Verständnis für die Situation dieser Menschen entwickeln können. „Die Asylbewerber sind sehr dankbar, dass sie nicht allein gelassen werden“, sagt Lasar. Gegenwärtig gibt es drei Sprachkurse, eine Gymnastikgruppe und gemeinsame Kochstunden. Zweimal pro Woche organisiert der Arbeitskreis Fahrdienste zum Einkaufen. Und auch bei Behördengängen werden die Asylbewerber begleitet, Informiert Lasar.

Er hat eine Bitte: Der Arbeitskreis sucht noch Helfer, die Fahrten zum Einkaufen übernehmen. Die Tour startet jeweils Mittwoch um 14 Uhr und Samstag um 10 Uhr. Sie dauert zwei Stunden. Bei jedem Termin seien zwei Fahrzeuge notwendig. Wer helfen will, kann sich unter Telefon 0160/36852451 oder per E-Mail unter walter.lasar@mail.de melden.

 

Lesen Sie hier weitere Presseartikel!

Diakonisches Werk
Neu-Ulm e.V.

Eckstraße 25
89231 Neu-Ulm
fon: 0731-70478-0
fax: 0731-70478-66

verwaltung@diakonie-neu-ulm.de

Spendenkonto:
Evangelische Bank eG
IBAN DE68 5206 0410 0202 2002 28
BIC: GENODEF1EK1


IMPRESSUM  /  DATENSCHUTZERKLÄRUNG  /  SEITENÜBERSICHT