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Vorab ein paar Eckdaten:
1. Vorstand: 1. Vorsitzende Dekanin Gabriele Burmann 2. Vorsitzende Sigrun Rose/ Dipl. Sozialpädagogin (BA)
2. Verwaltungsrat: 1. Vorsitzender Gunther Mucks/ Betriebswirt (VWA) bis 20.10.2005 Dr. Bernt Münzenberg/ Amtsgerichtsdirektor ab 17.01.2006 2. Vorsitzender Dieter Steger/ Kirchenoberverwaltungsrat i.R. Beisitzer/-in: Willhelm Bitterolf/ Bürgermeister i.R. Pfarrer Stefan Berlin ab 01.11.04 Ingelore Köppler/ Elektroassistentin
3. Mitarbeitervertretung: Vorsitzende Heidrun Feuerbacher Helga Buchsteiner Andrea Müller Gabriele Pulvermüller Irene Scholl
4. Mitarbeiterzahl: Gesamt 104 in Voll-, Teilzeit und als Aushilfen Verwaltung 4 auf 2,9 Stellen, 2 Auszubildende und 3 FOS-Praktikanntinnen, 4 Zuverdienstler (1-EUR-Jobber)
5. Zahl der Dienste und Einrichtungen 190
6. Umsatz rund 2,7 Millionen Euro
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern! Ohne Ihre Hilfe könnten wir unsere Arbeit nicht möglich machen!
Wir haben in diesem Jahr erhalten: von Einzelspender/-innen: 3.150,00 € von der Frühjahrssammlung: 22.466,36 € von der Gebets- und Opferwochensammlung: 28.362,98 € von Kartei der Not für unsere Einzelfallhilfe: 8.794,08 € Bußgelder: 50.818,75 €
Wir haben auch in diesem Jahr wieder Bußgelder erhalten und danken deswegen dem Amtsgericht in Neu-Ulm für diese unerwartet hohe Zuwendung!!!
Die zweckgebundenen Spenden (z. B. Einzelfallhilfe) sind natürlich dem Zweck entsprechend verwendet worden.
Die Mittel der Frühjahrssammlung wurden dem Verein des Diakonischen Werkes Neu-Ulm e. V. zugeführt (10.109,86 €), die Mittel der Opferwochensammlung dem Bereich der Kuren & Erholungen (19.854,08 €). Die restlichen Mittel (16.372,12 €) der Sammlungen gingen entsprechend der vorgeschriebenen Aufteilung an die Kirchengemeinden und das Diakonische Werk Bayern e.V..
Bezirksstelle für das Evang.- Luth. Dekanat Neu-Ulm und Geschäftsstelle und Verein
Liebe, sehr geehrte Freunde, Förderer und interessierte Leserinnen und Leser!
„Hartz IV“ war in diesem Jahr „das“ zentrale Stichwort.
Anfang des Jahres beobachteten wir die ARGE, ob sie auch an alle Hilfeempfänger das Arbeitslosengeld II auszahlen kann. Dann bemerkten wir einen rasanten Anstieg unserer Klientenzahlen, da diese mit der neuen Förderung nicht zurecht kamen; zu bürokratisch, zu detailliert in der Antragstellung, zu restriktiv, zu ungerecht, zu unbekannt. Auch bemerkten wir, dass vermehrt andere Menschen kamen. Menschen aus der Mittelschicht, Menschen, die nach einer kurzen Beratung sehr schnell Eigeninitiative zeigten und selbständig ihre Forderungen und ihre Belange mit der ARGE klärten oder sich um Prozesskostenhilfe kümmerten und ihre Belange durchklagten. Auch lasen wir im Frühjahr in der Zeitung, dass das Amtgericht mit dieser Flut von Antragstellern für die Prozesskostenhilfe nicht gerechnet hätte. Rund 2/3 waren es mehr als sonst. Wir verspürten deutlich mehr die Not der Menschen, die in nicht „angemessenem Wohnraum“ lebten. Umziehen sollten sie, in billigeren Wohnraum. Nur wo findet man diesen Wohnraum? Wir fanden, ihn gibt es nicht und suchten die Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Verbände und intervenierten beim Landkreis auf Verbesserung der Situation, und tatsächlich wurde der „angemessene Mietpreis“ um ein paar Cent angehoben. Leider blieb es dabei; auch zu diesem Preis ist es fast unmöglich Wohnraum zu finden, und im November gab es dann einen erneuten Vorstoss von Caritas, KAB, VDK und uns, so dass ab diesem Zeitpunkt Ermessensentscheidungen von Seiten der ARGE möglich sind. Ziel dieser Ermessensentscheidungen ist es, soziale Härtefälle abzumildern. Angeregt durch die ARGE Neu-Ulm werden wir als weitere Hilfemöglichkeit ab 2006 für unsere Klienten einen „Zusatzverdiener“ mit einstellen, der sich mit darum bemüht „angemessenen Wohnraum“ zu finden. Schauen wir mal, wie das klappt. Dennoch ist eines klar. Die Situation der Bezieher/-innen von Sozialleistungen ist deutlich schwieriger geworden, und hat sich zu Ende 2004 erneut verschärft. Zur Erinnerung 13,5 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands lebte unterhalb der EU-Armutsgrenze (die 60% des Durchschnittseinkommens entspricht), das sind für die BRD: 938 €. 1,1 Millionen Kinder waren auf Sozialhilfe angewiesen, 2,8 Millionen lebten unterhalb der Armutsgrenze. Auch wir können nur begrenzt helfen. Unser Soforthilfefond wurde bislang noch nie so beansprucht wie in diesem Jahr, noch nie haben wir so viele Anträge an Stiftungen gestellt, um die finanzielle Not unserer Klienten zu lindern. Außerdem ist uns klar, dass auch mit einem wirtschaftlichen Aufschwung die Arbeitslosenzahlen sich nicht deutlich nach unten entwickeln, sondern so wie bei den letzten Booms nur unzureichend abgebaut werden. Deswegen stellen wir uns darauf ein, dass wir sehr viel mehr materielle Not, also Hunger und Kälte lindern müssen.
Sigrun Rose Neu-Ulm, im Januar 2005 2. Vorsitzende Dipl. Soz. päd. (BA)
Wir danken Ihnen,
liebe Leserin und lieber Leser, für Ihr Interesse an unserer Arbeit und Ihrer Unterstützung.
Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Mitarbeitervertretung, sowie unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und unsere Praktikantinnen und Praktikanten für ihr Engagement, ihre Treue und Loyalität und ihre professionelle Arbeit. Viele von ihnen arbeiten und setzen sich oft dabei auch über ihre bezahlte Arbeitszeit hinaus für die Menschen und die Diakonie ein, das ist lebendige Diakonie.
Mitarbeitervertretung des Diakonischen Werkes Neu-Ulm e. V.
Personelle Situation:
- Vorsitzende: Irene Scholl, Dipl. Sozialpädagogin (FH) im Integrationsdienst/Berufsbegleitender Dienst bis Ende September 2005, ab Oktober 2005 stellvertretende Vorsitzende der MAV
- stellvertretende Vorsitzende: Heidrun Feuerbacher, Heilerziehungspflegerin, Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene, ab Oktober 2005 Vorsitzende der MAV
- Helga Buchsteiner, Krankenschwester, Diakoniestation Senden/Steinheim/Nersingen
- Antje Müller, Arbeitserzieherin, Tagesstätte und Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene, Rücktritt Ende September 2005
- Margitta Dannenberg, Altenpflegerin im Seniorenzentrum Nersingen ab Oktober 2005
- Gabi Pulvermüller, Krankenpflegehelferin im Seniorenzentrum Nersingen
Die MAV wurde im April 2003 von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Diakonischen Werkes gewählt und ist inzwischen knapp drei Jahre im Amt.
Definition und Aufgabe: Im Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG) werden die grundlegenden Rechte und Pflichten der Mitarbeitervertretung geregelt. Die MAV hat die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange aller Mitarbeiter/-innen zu fördern. Sie kann Beschwerden, Anfragen, Anregungen der Beschäftigten entgegen nehmen und auf deren Erledigung hinwirken. Dabei sollte sie aber nicht nur den einzelnen Mitarbeiter, sondern auch den gesamten Betrieb im Auge behalten.
Statistik:
- zehn ordentliche Mitarbeitervertretungssitzungen (letzter Dienstag im Monat)
- in der Regel zweimonatliche Sitzungen mit der 2. Vorsitzenden Sigrun Rose
- mehrere Treffen zum Informationsaustausch von Frau Rose mit der MAV-Vorsitzenden
- eine Sitzung mit dem Verwaltungsrat und dem Vorstand des DW
- zwei Fortbildungsveranstaltungen zum Arbeitsrecht und Mitarbeitervertretungsrecht
- Teilnahme an der hausinternen Fortbildungs-und Informationsveranstaltung zum Arbeitsrecht und MVG durch Frau Schwarz-Seeberger (Juristin DW Bayern)
- Beratungsgespräch der MAV durch den vkm-Vorsitzenden
- Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Neu-Ulm
Sachbericht:
- Mitbestimmung und Mitberatung nach dem MVG, §§ 38-46 bei Neueinstellungen, Änderungen der Arbeitsverträge, Kündigungen, Änderungskündigungen, Zustimmungen zu administrativen Regeln etc.
- Beratung von Kolleginnen und Kollegen
- Teilnahme an Mitarbeitergesprächen
- Organisation und Durchführung des Betriebsausfluges nach Kempten im Allgäu zur Wanderausstellung “Diakonie, der unbekannte Riese”
- einer ordentliche Mitarbeiterversammlung
Die Zusammenarbeit mit den Dienststellenleitungen, dem Vorstand und dem Verwaltungsrat war offen und vertrauensvoll.
Danke an alle Mitarbeiter/-innen, die uns in unserer Arbeit unterstützt und ergänzt haben.
Ausblicke /Tendenzen auf 2006
- Neujahrsempfang
- vorgezogene MAV-Neuwahlen im Frühjahr 2006
- Wahl einer Jugend und Auszubildenden-Vertretung im Rahmen der MAV-Neuwahlen
Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA)
Personelle Situation: Die KASA war mit Heike Bayer (Dipl. Soz. arb. FH) mit 100 % Stellenanteil und durch Angela Burger (Dipl. Soz. päd. FH) mit einem Stellenumfang von 30 % im gesamten Jahr 2005 besetzt.
Definition und Aufgabe: Die KASA ist ein niederschwelliges Angebot und offen für Hilfesuchende in unterschiedlichen Problemlagen und dient häufig als erste Anlaufstelle zur Weitervermittlung an andere Fachdienste (Clearingstelle). Sie hat die Aufgaben Hilfesuchenden in sozial und persönlich bedingten Not- und Problemsituationen zu beraten und zu unterstützen, mit Kirchengemeinden vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und bei Bedarf Projekte und Aktivitäten vor Ort zu initiieren und zu begleiten sowie in Absprache mit dem Dienstgeber Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen. Bezogen auf die Jahresarbeitszeit gilt für die Fachkräfte der KASA als verbindliche Grundlagen: Mind. 50 % zielgruppenoffene Einzelfallberatung (Clearing), max. 30 % Gremienarbeit, Gruppenarbeit etc. und mind. 20 % Kontakt/Zusammenarbeit/Projektarbeit mit Kirchengemeinden.
Statistik und Sachbericht: Das Jahr 2005 stand ganz im Zeichen von Hartz IV. Weil durch die Zusammenlegung der Sozial- mit der Arbeitslosenhilfe weit mehr Menschen vom untersten Existenzminimum und somit von Armut betroffen waren, stiegen unsere Beratungszahlen manchmal über unsere Kapazitäten an. Auffallend war, dass die einzelnen Fälle komplexer und somit beratungsintensiver wurden. Im Vergleich:

Die Themen der Beratung waren zwar vielfältig aber auch eindeutig. Am häufigsten hatten unsere Klienten finanzielle und wirtschaftliche Probleme, vor allem resultierend aus Arbeitslosigkeit. Glücklicherweise konnten wir Existenzen durch die sehr gute Zusammenarbeit mit der „Kartei der Not“ und mit zur Hilfenahme unseres Soforthilfefonds sichern helfen. An dieser Stelle möchten wir uns deshalb bei allen Spenderinnen, Spendern und Unterstützern nochmals bedanken. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kirchengemeinden konnten wir fortführen. Z.B. wurde kooperiert bei verschiedenen Einzelfallhilfen, Materialbestellungen für die Sammlungen, Mitwirkung an Gottesdiensten und Konfirmandenunterricht, Öffentlichkeitsarbeit in kirchlichen Gruppen usw. Erstmals haben wir die Diakoniebeauftragten und die Pfarramtssekretärinnen eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Dienstgeber und anderen Diensten im Diakonischen Werk Neu-Ulm e.V. wirkte die KASA bei verschiedenen Aktivitäten (z.B. Adventskalender) mit. Weiter initiierten wir einen Arbeitskreis Armut in Neu-Ulm an dem viele andere Dienste und Institutionen beteiligt sind. Auch im Jahr 2005 haben wir unsere „Diakonie-Herberge“ am Heiligen Abend dank der Mitwirkung von 13 Ehrenamtlichen und zahlreichen Sponsoren durchführen können. Wir hatten 60 bis 70 Gäste. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle freiwillig Engagierten und Sponsoren für ihre Unterstützung.
Ausblick auf 2006: Das Jahr 2006 wird weiterhin den Themenkreis Armut stark betreffen. Wir befürchten einen weiteren Anstieg der Rat- und Hilfesuchenden. Diese Entwicklung wird sich leider vermutlich nicht aufhalten lassen. Soweit absehbar werden Veränderungen, wie z.B. Mehrwertsteuererhöhung, Gesundheitsreform, noch mehr Personengruppen dem Risiko von Armut aussetzen. Deshalb glauben wir dass sich die diakonische Arbeit der Kirche und der kirchlichen Wohlfahrtsverbände immer mehr in Richtung früherer Armutsfürsorge (wie z.B. Wärmestuben, Tafeln, Suppenküchen) entwickeln wird.
Beratungsstelle für Asylbewerber und Flüchtlinge
Personelle Situation: Im Jahr 2005 bestand eine Teilzeitstelle (20 Stunden) für die Beratung der Flüchtlinge und Asylbewerber (Sigrun Grüninger, Dipl.-Sozialpädagogin).
Definition und Aufgabe: Das Beratungsangebot richtet sich an Asylbewerber sowie Flüchtlinge in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg. Die Aufgabe der Beratungsstelle ist es, Asylbewerbern und Flüchtlingen bei sämtlichen Fragen, die das tägliche Leben betreffen unterstützend zur Seite zu stehen. (Unterstützung im Asylverfahren, Umgang mit Behördenpost, Fragen zur Sozialhilfe und Ausländerrecht, Vereinbarung von Arztterminen, Anwaltssuche, Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen, etc.).
Statistik: 2005 fanden ca. 600 persönliche Kontakte mit Personen aus den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg statt.
Sachbericht: Im Jahr 2005 haben in Deutschland 28.914 Personen Asyl beantragt. Damit ist die Zahl der Asylbewerber erneut deutlich zurück gegangen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Asylanträge um 18,8 Prozent. Trotzdem waren die Unterkünfte in Neu-Ulm und Leipheim gut belegt. Die Unterkunft in Kötz wurde im Herbst 2005 geschlossen.
Das Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 01. 01. 2005 brachte für die meisten Flüchtlinge keine Verbesserung ihrer Situation. Viele der Flüchtlinge, die darauf gehofft hatten, endlich aus den so genannten „Kettenduldungen“ herauszukommen und einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu erhalten, wurden enttäuscht. Zusätzlich zum ungesicherten Aufenthalt leiden viele dieser Flüchtlinge unter dem Verbot der Arbeitsaufnahme oder an der mangelnden Zustimmung zur Arbeitsaufnahme der Arbeitsagentur. Ohne Arbeit, ohne Geld (Asylbewerber erhalten 40,90 € Bargeld im Monat), ohne Perspektive - diese Situation trägt häufig bei zu Frustrationen, die zu persönlichen und sozialen Problemen führen und das Miteinander erschweren. Verbesserungen traten 2005 immerhin beispielsweise für Flüchtlinge ein, die das so genannte kleine Asyl erhalten. Sie sind seit 2005 berechtigt an Sprachkursen teilzunehmen.
Zusätzlich zur Beratungsarbeit führten wir 2005 ein Projekt (im Rahmen des Europäischen Flüchtlingsfonds) zur beruflichen Orientierung und Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche von Flüchtlingen durch. Großen Anklang fanden hierbei vor allem Kurse, die Basiswissen am PC und Internet vermittelten.
Tendenzen für das Jahr 2006: Für das Jahr 2006 haben wir beim Europäischen Flüchtlingsfonds einen Antrag gestellt, um ein Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Familienunterkunft in Leipheim durchführen zu können. Hier sollen Deutschkurse für die Frauen und eine Hausaufgabenhilfe für die Schüler durchgeführt werden. Außerdem soll versucht werden, Kontakte nach außen zu knüpfen, da die Familien oft sehr isoliert leben. Falls Sie Interesse daran haben, Kontakte zu knüpfen melden Sie sich bitte unter Tel. 0731-980 65 49 bei Frau Grüninger.
Vorfeldtreff
Personelle Situation: Im Vorfeldtreff arbeiteten die Dipl. Sozialpädagoginnen Renate Koch und Sigrun Grüninger mit unterschiedlichem Beschäftigungsumfang (Schwerpunkt Beratung). Im Juli 2005 wurde zusätzlich für den Cafe- und Küchenbereich eine gastronomische Fachkraft eingestellt (Irmgard Zeeb) Nach der Änderung des Sozialhilfegesetzes in die Überführung des SGB II wurden insgesamt elf „1-€-Kräfte“beschäftigtt. Bei diesen Frauen handelte es sich um alleinerziehende Mütter, Langzeitarbeitslose, Menschen mit erheblicher gesundheitlicher Beeinträchtigung oder leichter Behinderung sowie um Menschen mit Suchtproblematik. Diese Kräfte konnten auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen maximal 6 Monate beschäftigt werden.
Sachbericht:
Beratung 2005 trat das Zuwanderungsgesetz in Kraft. Damit verbunden waren Änderungen in der Beratungsarbeit. Neben Spätaussiedlern kamen auch zahlreiche andere Migranten aus dem Vorfeld in die Beratung. Themen waren z. B. Einbürgerung, Sprachkursvermittlung, SGB II, Familiennachzug.
Cafebereich Das Cafe war montags bis donnerstags 11:00 Uhr bis 18 Uhr und freitags 11:00 – 16:00 Uhr geöffnet. Auch im Jahr 2005 konnten wir eine erhebliche Steigerung der Besucherzahl feststellen, ein Hinweis darauf, dass sich der Vorfeldtreff mittlerweile gut etabliert hat. Insbesondere der Mittagstisch wurde sehr gut angenommen. Unser Angebot an Eis und Süßigkeiten kam besonders bei Kindern gut an. Damit war das Cafe für viele Kinder des Viertels ein fester Anlaufpunkt. Auch mit kleineren Problemen (kleine Wunden versorgen, Eltern anrufen, Schlüssel verloren, etc.) kamen sie zu uns. Im Laufe des Jahres wurde für die Internetplätze ein separater Raum geschaffen. Außerdem wurde ein dritter PC angeschafft. Seitdem nahm die Nachfrage nach Internetnutzung signifikant zu (täglich ca. 10 Besucher, vorwiegend Jugendliche).
Vergabe der Räumlichkeiten an Organisationen und Privatpersonen Unsere Räumlichkeiten wurden 2005 von folgenden Organisationen, Vereinen und Initiativen genutzt: Familienbildungsstätte Erziehungsberatung Deutschkurs der evangelischen Kirchengemeinde Förderverein „Begegnung in Neu-Ulm e.V.“ „Förderverein Integration e.V.“, u. a.. Deutsch-Ägyptischer Verein NUWOG Kinderchor Stadtteilbüro Jugendmigrationsdienst verschiedene LOS-Projekte
15 Mal wurden heuer am Wochenende unsere Räumlichkeiten von Bewohnern des Vorfeldes für private Feiern gemietet.
Bildungs- und Freizeitangebote: Im Jahr 2005 wurden folgende regelmäßige Gruppenangebote durch das Diakonische Werk Neu-Ulm e.V. angeboten:
Besondere Veranstaltungen und Projekte 2005:
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Tägliches Mittagessen für die benachbarte Kinderkrippe
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Familienbrunch mit Kinderprogramm am Sonntag
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Teilnahme beim Vorfeld-Sommerfest mit einem Kaffee- und Kuchenstand
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„Kochen aus 1001 Nacht“
-
„Karibische Nacht“
-
Cateringservice für die Fachhochschule Neu-Ulm bei „Have a Friend“ (Afrikanischer Studentenaustausch)
-
Ausstellungen der Kunstschule Hollmann
-
„Feierabendparty“ (Abschied der Diakonie aus dem Vorfeldtreff) u.v.m.
Migrationsberatung
Personelle Situation: Zwei Sozialpädagoginnen in Neu-Ulm in Teilzeit mit 30 bzw. 10 Wchst., eine Sozialberaterin in Leipheim mit 10 Wchst., eine Sozialberaterin in Dillingen mit 20 Wchst. Sprechstunden fanden in Neu-Ulm im Vorfeldhaus, in Leipheim im Büro „Soziale Stadt“, in Dillingen in einem Raum der evangelischen Kirchengemeinde, sowie in den Aussiedlerwohnheimen in Günzburg, Münsterhausen und Neuburg a.d. Kammel statt.
Definition und Aufgabe: Mit dem Inkrafttreten des „Zuwanderungsgesetzes“ zum Jahresanfang hat sich unsere Arbeit erheblich geändert. Die bisherige Trennung von Aussiedler- und Ausländersozialberatung wurde aufgehoben, damit sind wir zuständig für Migranten aus unterschiedlichsten Nationen. Alle Neuzuwanderer haben jetzt einen gesetzlichen Anspruch auf Integrationsmaßnahmen, dazu gehört auch die Inanspruchnahme einer spezifischen Beratung und sozialpädagogischen Begleitung. Unsere Hauptaufgabe ist, den Integrationsprozess zu initiieren und zu fördern, sowie die Akzeptanz der Aufnahmegesellschaft zu erhöhen.
Statistik: Wir haben 2.466 Beratungsgespräche mit 1010 Klienten geführt. Diese Menschen kamen aus neunzehn verschiedenen Ländern.
Sachbericht: Bei den Personen, die im Jahr 2005 neu nach Deutschland eingereist sind, stand die Vermittlung in einen Integrations (Sprach)kurs an erster Stelle. Neben diesen Zuwanderern suchten viele länger in Deutschland lebenden Migranten unsere Beratungsstelle auf. Der überwiegende Teil unserer Arbeit bestand in Einzelfallhilfe: Helfen bzw. Vermitteln beim Umgang mit Behörden, Ausfüllen von entsprechenden Anträgen, Informieren über Rechte und Pflichten, Vermitteln bei Krankheit und Behinderung an Fachdienste, Unterstützen bei Wohnungs- und Arbeitssuche, Beraten bei persönlichen und schulischen Schwierigkeiten.. Viele Probleme standen im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit und dem Bezug von Arbeitslosengeld II.
Zu der Beratung und Einzelhilfe gab es andere Aktivitäten wie:
- Kooperationsveranstaltungen mit Sprachkursträgern, Behörden und anderen Migrationsberatungsstellen
- Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Frauen, Mütter mit Kleinkindern, Kindern, Senioren)
- Mitarbeit in Arbeitskreisen und Fördervereinen
- Informationsveranstaltungen in Schulen
- Durchführung einer Familienfreizeit und von Ausflügen
- Mitwirkung an verschiedenen (Gemeinde)Festen
Büro Soziale Stadt Leipheim und der Leitung des Jugendhauses Leipheim
Personelle Situation: Burkhardt Wagner: (Dipl. Sozialpäd./ Dipl. Religionspäd.) mit 75 % Quartiersmanager sowie 25 % Leitung des Jugendhauses Leipheim Anna Jose: Migrationserstberatung (50 %) im Büro Soziale Stadt Swetlana Görner: 7 h/ Woche Hausaufgabenbetreuung/ Pausenversorgung (Grundschule in der Hermann-Köhl-Straße)
Definition und Aufgabe: Das Büro des Programms „Soziale Stadt“ ist ein besonders niederschwelliger und wohnortnaher Informations-, Beratungs- und Versammlungsort für den Stadtteil südlich der Heerstraße. Ziele sind der Ausbau der Kommunikation und Information für Bürgerinnen und Bürger, die Befähigung und Förderung zu selbstverantwortlichem Handeln (Empowerment) sowie die Integration von Aussiedlern und Menschen anderer geografischer Herkunft. Die Mitarbeitenden des Büros sind dabei Motor, Initiator und Moderator vor Ort. Sie initiieren und stellen neue Beteiligungsformen für Bewohner/-innen und Integrationspartner wie Kirchen, Initiativen, Vereine, Schulen, Kindergärten, Arbeits-, Sozial- und Jugendamt, Polizei u.a. bereit. Die Offene Jugendarbeit im Jugendhaus Leipheim ist weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Burkhardt Wagner. Jugendgemäße Angebote im Jugendhaus beugen Gewalt und Kriminalität vor und bieten den Jugendlichen alternative Handlungsmuster und Orientierungshilfen an. Die Integration von Aussiedlerjugendlichen und Jugendlichen anderer geografischer Herkunft sowie die Förderung der Sprach- und Sozialkompetenzen sind weitere Aufgaben.
Statistik: Im Jahr 2005 wurden insgesamt 830 Beratungen durchgeführt. Hiervon entfallen auf die Allgemeine Sozialberatung 464, auf die Migrationsberatung 347 und auf die Beratung in der Regelung finanzieller Angelegenheiten 19 Beratungen. Das Stadtteilfest „Fest der Kulturen“ am 04.06. besuchten ca. 300 Leipheimer Bürger/-innen. Das Fest gestalteten neben sieben Nationen auch die Volksschule Leipheim, das Rummelsberger Seniorenstift Leipheim sowie die Abteilung Boxen des VfL Leipheim mit. Eine dreitägige Familienfreizeit zum Freizeitheim Kahlrückenalpe bei Obersdorf mit 52 Aussiedlern und Einheimischen im Mai sowie ein eintägiger Familienausflug am 22.10. zur Charlottenhöhle/ Steiffmuseum Giengen mit 30 Personen aus Leipheim und Neu-Ulm wurden in Kooperation mit der evang und kath. Aussiedlerseelsorge Neu-Ulm durchgeführt. Das „Fest der Kulturen“ sowie die Weihnachtsfeier am 08.12. gestalteten der AK Integration, die Frauengruppe sowie die Kindertanzgruppe des Büros Soziale Stadt. Die Weihnachtsfeier wurde von 80 Kindern und 20 Eltern besucht. Erstmalig mit dabei: 25 Leipheimer Asylbewerberinnen und deren Kinder. Den dreimal pro Woche stattfindenden dreistündigen Offenen Jugendtreff im Jugendhaus besuchten 20-40 Jugendliche. Drei Jugendpartys im Jugendhaus sowie ein ganztägiges Streetballturnier mit Auftritten von jugendlichen Rappern aus der Hermann-Köhl-Straße wurden durchgeführt. Im Zuge einer Praktikumsanleitung führte Burkhardt Wagner mit dem Praktikanten ein 2 ½ -monatiges Musik- und Gestaltungsprojekt – zusätzlich zu den regelmäßigen Jugendtreffs – mit 6-8 Jugendlichen im Jugendhaus durch. Erstmalig ab Oktober 2005 startete im Jugendhaus eine Kinderkino-Reihe mit Kinderfilmen in Kooperation mit der Kommunalen Jugendarbeit Günzburg.

Sachbericht: Das breite Angebotsspektrum des Büros mit Beratungs- und Informationsangeboten, Gruppenarbeit (Frauengruppe, Kinderbasteln, Kindertanzgruppe, Gitarrengruppe), Netzwerkarbeit und Bürgerbeteiligung (Fest der Kulturen 2005, AK Integration des Büros Soziale Stadt, Jugendhilfeausschuss und Projektgruppe „Integration“ im Landkreis GZ, Quartiersmanagement-Vernetzungstreffen in Südbayern), Begleitung von sozialen Projekten (Hausaufgabenbetreuung / Pausenversorgung für die Grundschule) und das regelmäßig öffnende Internetcafé wurde fortgeführt. Ein aktiver Mitarbeiterstamm von ehrenamtlichen Helfer/-innen unterstützt diese Arbeit. Im Büro Soziale Stadt sowie im Jugendhaus leistete der Auszubildende Arbeitserzieher Andreas Stöckle ein 11-wöchiges Praktikum sowie die Studentin Eva Glungler im Fach „Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Religion“ ein einwöchiges Praktikum im Büro Soziale Stadt ab. Am 10.03. gründete sich eine Abteilung Boxen des VfL-Leipheim, die organisatorisch durch das Büro unterstützt wird. Die ca. 25 aktiven Boxer erzielten 2005 gute Erfolge bei Schwäbischen-, Süddeutschen Meisterschaften und bei Vergleichskämpfen. Die regelmäßige Offene Jugendarbeit im Jugendhaus Leipheim wurde fortgeführt (vgl. oben). Die Kindertanzgruppe unter Leitung von zwei Aussiedlerinnen mit 25 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren, vom VfL Leipheim und dem Programm „Integration durch Sport“ gefördert, hatte im Jahr 2005 zahlreiche Auftritte. Für die Boxgruppe und die Kindertanzgruppe wurden Förderanträge bei der „Aktion Mensch“ gestellt. Diese stehen noch aus. Vernetzend und überregional engagierten sich die Mitarbeitenden des Büros im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Günzburg, bei bayernweiten Quartiersmanagement-AK´s, bei Tagungen des Programms „Soziale Stadt“, dem AK Aussiedlerberatung, der Projektgruppe „Integration und Kulturelle Angelegenheiten“ des LRA Günzburg und bei zwei Schnittstellenveranstaltungen der Sprachkursträger im Landkreis u.a.. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde durch 24 Artikel in (über-)regionaler Presse und von Burkhardt Wagner in der Fernsehsendung „Jetzt red I“ im Bayerischen Fernsehen umgesetzt. Die Bayerische Justizministerin Beate Merk besuchte am 10.08. das Projekt „Soziale Stadt“ und informierte sich mit Landrat Hafner und weiteren Landes-, Bezirks- und Bundespolitikern über die Arbeit des Büros. Burkhardt Wagner nahm an einer dreitägigen Tagung „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ in Nürnberg und Frau Jose an Regionalen Infotagen zum Thema „Migrationserstberatung“ in München sowie an Regionaltreffen der Migrationsberater-/innen teil. Weiteres Engagement zeigten die Mitarbeitenden bei Diakonieständen („Tag der Region“ im Legoland, auf dem Neu-Ulmer Wochen- und dem Leipheimer Nikolausmarkt und auf anderen Veranstaltungen) sowie durch eine dreimonatige Kunstausstellung mit Vernissage von Maler Österlein-Belosjorow (Dillingen) in den Räumen des Büros. Die Internetseiten www.soziale-stadt-leipheim.de, www.jugendhaus-leipheim.de sowie www.diakonie-neu-ulm.de wurden von Burkhardt Wagner regelmäßig aktualisiert sowie die Versendung von Newslettern gewährleistet.
Ausblicke/ Tendenzen für 2006: Im Jahr 2006 wird das „Fest der Kulturen“ Modellprojekt des Landratsamtes als positives Beispiel für gelungene Integration. Weiterhin führt das Büro Soziale Stadt/ Jugendarbeit Leipheim in Kooperation mit der Kriminalpolizei NU und der Kommunalen Jugendarbeit GZ erstmalig jugendgemäße Suchtpräventions- und auf Werte basierende Veranstaltungen durch und hat damit im Landkreis Pilotcharakter. Die Finanzierung der Arbeit des Büros Soziale Stadt ist über die Stadt Leipheim als Antragsteller und Träger des Programms „Soziale Stadt“ bis Ende 2006 gesichert. Eine Fortführung des Programms auch über 2006 hinaus ist dringend erforderlich. Die Projektsteuerungsgruppe für das Projekt Soziale Stadt schreibt das bestehende Konzept fort. Bestehendes ehrenamtliches Engagement wird weiter gefördert.
Sozialpolitische Forderung: Aufgrund des dringenden Bedarfes einer nachhaltigen Integration von Aussiedler/innen und Menschen anderer geographischer Herkunft – auch vor den aktuellen Ereignissen in Frankreichs Vorstädten - und der guten Erfolge des Engagements im Stadtteil ist eine Fortschreibung des Projektes Soziale Stadt erforderlich. Nur nachhaltiges Engagement im sozialen Nahraum lässt Integration von Neubürger/-innen und Menschen anderer geografischer Herkunft erfolgreich sein, denn genau dort – vor Ort - finden zentrale Kontakt- und Berührungsflächen von Familien anderer geografischer Herkunft mit der Aufnahmegesellschaft statt. Integration muss jedoch nicht nur auf die Migrantinnen und Migranten, sondern auch auf die einheimische Bevölkerung abzielen, um ihre Fähigkeiten zu einem gelassenen und positiven Umgang mit dieser Realität zu fördern. Evtl. Kürzungen im Bereich „Integration“ auf Bundes- und Länderebene treffen vor allem die heutigen und zukünftigen Problemfelder unserer Gesellschaft.
Pressestimmen im Jahr 2005 Die vollständigen Texte mit Fotos finden Sie unter www.soziale-stadt-leipheim.de/html/presse.html
- Eine Leipheimer Weltreise – Beim „Fest der Kulturen“ kann der Besucher von Kontinent zu Kontinent springen (GZ 02.06.2005, S. 29)
- Tausende Kilometer nach Hause – Swetlana Görner kam aus Kasachstan nach Leipheim und hilft nun bei der „Sozialen Stadt“ mit (GZ 24.06.2005, S. 22)
- Auch die Jugend kam zu Wort – Justizministerin Beate Merk informiert sich in Leipheim über das Projekt „Soziale Stadt“ (GZ, 12.08.2005, S. 19)
- „Soziale Stadt geht weiter“ – Stadtrat beschließt Fortführung auch kommendes Jahr (GZ 17.09.2005)
- Struktur im Leben gegen sinnlose Gewalt – Die Krawalle in Frankreich lassen auf die Situation der Jugendlichen blicken – „Verhältnisse nicht vergleichbar“ (GZ 11.11.2005, S. 19)
- Kampf gegen das „Koma-Saufen“ – Kriminalpolizei Neu-Ulm plant in Leipheim ein Modellprojekt zum Thema Suchtprävention – Ein Leben ohne Suff und Rauch (GZ 18.11.2005, S. 19)
- Ghetto-Rocket – „Raketen aus Leipheim“: Fünf Jungs mit Wurzeln in drei Kontinenten stehen für Hip Hop mit deutschen Texten (GZ, 29.11.2005, S. 29)
- Gelungener Tanz zwischen zwei Welten – Julia Werbizki stammt aus Kasachstan und ist tragende Säule der Kindertanzgruppe (GZ 03.12.2005, S. 29)
- Leipheim als Heimat, die Karibik im Herzen - Sandra Guerrero kommt aus der Dominikanischen Republik (GZ 12.12.2005, S. 27)
Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtfragen (PSBB)
Adresse und Erreichbarkeit: Friedenstr. 26 89231 Neu-Ulm Telefon 0731/ 70478-50 Fax 0731/ 70478-56 e-mail suchtberatung@diakonie-neu-ulm.de Internet: www.diakonie-neu-ulm.de
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag 9-12 Uhr Montag, Dienstag, Mittwoch 14-17 Uhr Donnerstag 10-12 Uhr 14-19 Uhr Termine nach Vereinbarung Sprechstunde ohne Terminvereinbarung Donnerstag 14 – 16 Uhr Abendöffnungszeit Donnerstag 17 – 19 Uhr Sprechstunde in russischer Sprache nach Vereinbarung Gruppengespräche von Montag bis Donnerstag zwischen 17.30 und 20 Uhr
Außensprechstunde Illertissen: Mittwochnachmittag Ulrichstraße 25, 1. Stock (Eingang Bahnhofstraße) 89257 Illertissen Telefonische Terminvereinbarungen zu den oben genannten Öffnungszeiten unter 0731/ 70478-50
Zielgruppe und Angebote: Menschen mit stoffgebundenen und nicht stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen, insbesondere mit Alkoholproblemen, und ihre Angehörigen finden in der Beratungsstelle ein differenziertes Beratungs- und Behandlungsangebot mit dem Schwerpunkt Gruppenarbeit. Wir bieten Information und Beratung, Krisen- und Notfallhilfe, Motivationsarbeit, Angehörigenberatung, Vermittlung in weiterführende Maßnahmen, Nachsorge im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation und ambulante Rehabilitation für Abhängigkeitserkrankungen. Neu ist seit Herbst 2005 ein Angebot zur Tabakentwöhnung „Eine Chance für Raucher – Rauchfrei in 10 Schritten“.
Personelle Besetzung: Renate Janik, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Leiterin, 100% Susanne Hessel, Diplom-Sozialarbeiterin (FH), Sozialtherapeutin Sucht, 100% Karola Steiger, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Sozialtherapeutin Sucht, 50% Simone Kallmayer, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Systemische Beraterin, 75 % Ursula Pongratz, Verwaltungsangestellte, 50 %
Sachbericht: Im Jahr 2005 ist es uns gelungen, sowohl die Kernangebote der Beratung und Betreuung als auch die ambulante Rehabilitation einschließlich Nachsorge aufrechtzuerhalten. Erstmalig haben wir es geschafft, aus den Einnahmen der ambulanten Rehabilitation eine 75-%-Sozialpädagogenstelle zu erwirtschaften. Das Jahr 2005 stand im Zeichen von Kooperation und Vernetzung und der Intensivierung von Gehstrukturen zu vermittelnden Institutionen. Seit Juli 2005 haben Patientinnen und Patienten der Donauklinik einmal wöchentlich die Gelegenheit, in den Räumlichkeiten der Klinik ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin unserer Stelle zu führen. Dieses Angebot findet in enger Kooperation mit dem Sozialdienst der Klinik statt und ist in einer Kooperationsvereinbarung vom 11.05.2005 geregelt. Auf der Entgiftungsstation des Bezirkskrankenhauses Günzburg wurde seit Juli 2005 einmal monatlich eine Informationsgruppe zum Kennenlernen des Angebotes unserer PSBB mit der Möglichkeit zu Einzelgesprächen angeboten. Mit der Tagesrehabilitation Donautal der Zieglerschen Anstalten Suchtkrankenhilfe gGmbH in Ulm besteht seit 02.05.2005 eine Kooperationsvereinbarung. Anlässlich des Weltdrogentags wurde am 24.06.2005 zusammen mit der Drogenberatung Drob Inn eine Podiumsdiskussion zum Thema „Alkopops und Haschisch in der Lebenswelt von Jugendlichen“ veranstaltet. Insgesamt vier Gesprächsrunden über jugendlichen Alkoholkonsum am Beispiel Alkopops wurden in einer Hauptschule und in einem Gymnasium für 14-15-jährige Jugendliche über jeweils einen Vormittag durchgeführt. Am 28.10.2005 feierte die Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtfragen mit einem Festakt ihr 25. Jubiläum. Das Motto war: „Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen.“ Neben dem Bezirkstagspräsidenten Jürgen Reichert waren viele hohe Gäste sowie alle wichtigen Kooperationspartner der PSBB zum Gratulieren und Feiern gekommen. Dem Bezirkstagspräsidenten wurde bei dieser Gelegenheit das druckfrische Rahmenhandbuch für Qualitätsmanagement-Entwicklung für die ambulante Suchtkrankenhilfe in Bayern überreicht, an dessen Erarbeitungsprozess die Leiterin der PSBB seit Herbst 2002 intensiv mitgearbeitet hatte.
Im Jahr 2005 entstand mit der Tabakentwöhnung ein neues Angebot. Das erprobte Programm „Rauchfrei in 10 Schritten“ bietet die Möglichkeit, im Rahmen von zehn Gruppensitzungen schrittweise das Rauchen aufzugeben. Im Oktober begann der erste Kurs.
Statistik: Um die bezirksgeförderten Personalstellen zu erhalten, waren die Vorgaben der Leistungsbeschreibung mit 73,9 % direkter Klientenarbeit zu erfüllen. So mussten wir zusätzlich zur Ebis-Dokumentation ein neues Dokumentationssystem entwickeln und umsetzen. Es ist uns gelungen, das Soll mit 75,37 % direkter Klientenarbeit gut zu erfüllen.
 
Der Anteil der Frauen lag im Jahr 2005 bei 37,9 %. 74 Personen besuchten die Orientierungsgruppe. 49 Hilfesuchende wurden in eine stationäre, teilstationäre oder ambulante Rehabilitation vermittelt. 11 Klient/innen ließen sich auf eine ambulante Entwöhnungsbehandlung ein. 24 Klient/innen nahmen an der Nachsorgegruppe teil. Die Tabakentwöhnungsgruppe nutzten 6 Teilnehmer/innen.
Ausblick: Im Jahr 2006 soll auf der Entgiftungsstation des Bezirkskrankenhauses Günzburg eine Sprechstunde im 14-tägigen Abstand angeboten werden. Die Qualitätsentwicklung wird ein Schwerpunkt sein. Das einrichtungsbezogene Qualitätshandbuch wird im Teamprozess erarbeitet und das interne Auditierungsverfahren vorbereitet. Für die Klientinnen und Klienten, die nach SGB II leistungsberechtigt sind, muss die Finanzierung geklärt werden. Sucht ist ein gesellschaftliches Phänomen. Deshalb muss Suchtberatung eine gesellschaftliche Aufgabe bleiben und aus öffentlichen Mitteln gefördert werden. Es ist nicht nur eine menschlich wichtige, sondern auch eine sehr lohnende und erfolgversprechende Aufgabe. Die ambulante Suchthilfe ist ein effizientes und notwendiges Angebot, das immense Folgekosten spart.
Drob Inn – Drogenberatungsstelle für den Landkreis Neu-Ulm
Zuständigkeitsgebiet und personelle Besetzung
Büro Neu-Ulm (100%): Frau Jeanette Wiegert Friedenstr. 26, 89231 Neu-Ulm, Tel.: 0731-704 78 40, (Leitung, Stadtgebiet Neu-Ulm mit Teilorten)
Büro Vöhringen (75%): Frau Ute Kröner Illerstr. 2, 89269 Vöhringen, Tel.: 07306-92 53 34 (Nördlicher Landkreis mit Vöhringen, Senden, Pfaffenhofen und Nersingen)
Büro Illertissen(75%): Herr Holger Rühl Hauptstr. 2, 89257 Illertissen, Tel.: 07303-90 28 40 (Südlicher Landkreis mit Illertissen, Weißenhorn, Roggenburg und Altenstadt)
Definition und Aufgabe: Drob Inn ist eine niederschwellige Beratungsstelle für drogenkonsumierende Personen. Sie definiert als Grundlage ihrer Arbeitsweise die Akzeptanz der DrogengebraucherInnen als mündige, zur Selbst-Verantwortung und Selbstbestimmung fähige Menschen, mit einem Recht auf Autonomie und Menschenwürde. Die Beratungsstelle ist mit ihrer Arbeit unterstützend nach dem Leitgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ tätig. Ziele ihrer Arbeit sieht sie, neben der „Ausstiegshilfe“, auch in der Vorbeugung bzw. Verhinderung gesundheitlicher und sozialer Schäden und Verelendung. Arbeitsschwerpunkte sind: Grundversorgung ( Spritzentausch, Kondomvergabe, Postadresse), Informations-Vermittlung (Safer Use, Safer Sex), Beratung und Betreuung, Krisenintervention, Unterstützung bei Kontakten mit Ämtern und Behörden, Vermittlung in weiterführende Hilfen, psychosoziale Begleitung bei Substitution, aufsuchende Arbeit und auch Angehörigenberatung. Um für Klienten eine schnelle Kontaktaufnahme zu gewährleisten, arbeitet Drob Inn insgesamt mit 5 offenen Sprechstunden für die keine vorherige Terminabsprache notwendig ist. Diese finden in Neu-Ulm, Senden, Vöhringen, Weißenhorn und Illertissen statt. Als weiteres wichtiges Angebot von Drob Inn hat sich zudem regelmäßiges Streetwork in Illertissen und Vöhringen etabliert.
Statistik Beratungsstelle: Im Jahr 2005 wurden insgesamt in allen 3 Büros 299 DrogengebraucherInnen betreut. 68 Personen nahmen ein einmaliges Informationsgespräch wahr. 231 Personen wurden über zwei und mehr Beratungsgespräche betreut. Der Frauenanteil lag hierbei bei 20%. Das Alter der KlientInnen verteilte sich wie folgt:

Der Kontakt zu Drob Inn wurde in 28 Fällen über Freunde und Familienangehörige, in 62 Fällen über den Arzt, in 40 Fällen über Organe der Justizbehörde und in 17 Fällen über die Straßenverkehrsbehörde vermittelt. Die restlichen Personen kamen ohne Vermittlung bzw. über sonstige Behörden zur Drogenberatungsstelle. 40% der erreichten Personen waren zuvor noch in keiner Weise in das vorhandene Suchthilfesystem mit all seinen verschiedenen Angeboten integriert. Bei etwa 65% unseres Klientels besteht die Hauptproblematik im Bereich der Opiate. Gefolgt von Personen, welche sich ausschließlich wegen ihrer Cannabisproblematik an die Drogenberatungsstelle wenden (20%) und eine längere Betreuung in Anspruch nehmen. Insgesamt fanden im Drob Inn 1.882 Einzelkontakte und Beratungsgespräche statt. Innerhalb der Offenen Sprechstunden (ohne Terminvereinbarung) kam es zu weiteren 424 Kurzberatungen. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 184 offene Sprechstunden im Landkreis. Weitere 29 Personen wurden in verschiedene Gruppenangeboten betreut. Innerhalb aller Beratungsangebote konnten den 231 Personen folgende Hilfen vermittelt werden (Mehrfachnennungen möglich):

Statistik Streetwork: Im Jahr 2005 wurden im Landkreis insgesamt 193,5 Stunden Streetwork geleistet. In dieser Zeit kam es insgesamt zu 544 Einzelkontakten. Hiervon waren 153 Kontakte drogenspezifisch geprägt. Innerhalb der Streetworkarbeit werden vorrangig Personen unter 25 Jahren erreicht. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt im Bereich der Einsteiger unter 18 Jahren. Innerhalb dieser 544 Einzelkontakte kam es zu 246 Informationsgesprächen bzw. Kurzberatungen. Hiervon hatten 88 Gespräche substanzbezogene Informationen zum Inhalt. Hauptschwerpunkte waren hier THC, Alkohol, Nikotin und Heroin.
Sachbericht und Ausblick: Neben der Klientenarbeit lag ein Augenmerk von Drob Inn darauf Jugendliche bereits im Einstiegsalter zu erreichen. Hierzu wurde der Arbeitsbereich der aufsuchenden Arbeit im Landkreis weiter etabliert. An allen drei Standorten wurden an verschiedenen Schulen in verschiedenem Umfang „Schulaktionen“ durchgeführt. Das mögliche Spektrum reichte hierbei von der Darstellung der Arbeit einer Drogenberatungsstelle bis hin zu Malwettbewerben mit anschließender Prämierung (Vöhringen). Ein weiteres wichtiges Projekt unserer Arbeit war die Mitwirkung bei der Planung und Durchführung des „bedröhno-dome“ für den Landkreis Neu-Ulm. 2005 arbeitete Drob Inn auch wieder bei Veranstaltungen des Sekundärpräventionsprojekt „MIND ZONE“ des Landkreises Neu-Ulm mit. Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema Alkohol- und Haschischkonsum bei Jugendlichen (Juni 2005 – gemeinsame Veranstaltung mit der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Neu-Ulm) veranstaltete Drob Inn nach langer Vorbereitung den Fachtag „Jugendliche konsumieren Cannabis – was tun?“ Mit 150 Teilnehmern war diese Veranstaltung bis auf den letzten Platz ausgebucht. Ein Zeichen der Aktualität dieser Thematik. Um die Vernetzung und Kooperation zu fördern, nimmt Drob Inn weiterhin am Arbeitskreis Sucht im Landkreis Neu-Ulm und am Qualitätszirkel Substitution in Ulm teil. Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass sich Drob Inn zwischenzeitlich gut im Landkreis etabliert hat. Auch im Jahr 2006 möchte Drob Inn einen Schwerpunkt der Arbeit auf das Erreichen jugendlicher Einsteiger legen. Hierzu werden an den drei Standorten verschiedene Kooperationsprojekte mit Schulen und Jugendhäusern/Jugendtreffs durchgeführt. Beibehalten wird der Arbeitsbereich Streetwork sowie die Mitarbeit bei Veranstaltungen von „Mind Zone“. Als „Großprojekt“ im Jahr 2006 wird Drob Inn wieder an der Bildungsmesse in Ulm teilnehmen um sich dort dem jugendlichen Publikum der Region vorzustellen. Drob Inn ist mit der bestehenden personellen Ausstattung, bei gleichbleibender Inanspruchnahme des Angebotes, bereits ausgelastet. Für das Bestehen aller Personalstellen ist die weitere finanzielle Unterstützung des Bezirkes Schwaben, der Städte Illertissen und Vöhringen sowie die Bußgelder des Amtsgerichtes Neu-Ulm dringend notwendig. An dieser Stelle hierfür vielen Dank.
Betreutes Wohnen für psychiatrieerfahrene Menschen
Personelle Situation: Personell fand gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung statt. Herr Thomas Lohmeyer besitzt weiterhin die 80% Stelle, befristet bis zum 30.06.2007; 20% besitzt Frau Angela Burger.
Definition und Aufgabe: Das Betreute Einzelwohnen ist eine Maßnahme der Eingliederungshilfe gemäß §§ 53 ff. SGB XII. Die Betreuung richtet sich an psychisch kranke Erwachsene, die keiner stationären Versorgung, aber einer kontinuierlichen psychosozialen Begleitung bedürfen, um ihre Wohnsituation zu stabilisieren und ihren Alltag zu bewältigen. Die Unterstützung zielt auf eine vermehrte Selbständigkeit in der Lebensführung und eine weitgehende berufliche und soziale Eingliederung. Die Dauer der Betreuung richtet sich nach der besonderen Situation des jeweiligen Klienten. Aufgrund einer Nebenbestimmung nach § 32 Abs. 2 Nr. 1 SGB X, unter Ausübung pflichtgemäßen Ermessens, wird der Antrag auf 1 Jahr befristet.
Statistik:
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Belegungszahlen
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Anzahl Personen
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Anfragende
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Anzahl Personen
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1. Quartal
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7 Personen
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Sozialpsychiatrischer Dienst Neu-Ulm/Günzburg
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1
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2. Quartal
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8 Personen
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Kliniken
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7
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3. Quartal
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8 Personen
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Privat
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5
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4. Quartal
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8 Personen
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Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene
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2
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Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene
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1
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Hausbesuche
Gesamt
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533
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Betreuer
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6
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Gefahrene
Kilometer
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7926
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Berufsbegleitender Dienst
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1
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Wohnungslosenhilfe Biberach
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1
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Wohnungslosenhilfe Ulm
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1
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STARThilfe e.V. /Jugendhilfeträger div.
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3
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Gesamt
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28
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Sachbericht:
Voraussetzungen für die Aufnahme ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auf der Basis getroffener Vereinbarungen. Der/die BewerberIn muss eine der Wohnform und Betreuung entsprechende Kontaktfähigkeit besitzen.
Nicht aufgenommen werden können:
Die kontinuierliche sozialarbeiterische bzw. sozialpädagogische Beratung und Begleitung orientiert sich am persönlichen Hilfebedarf und den Festlegungen im Hilfeplan. Folgende Leistungen erbringt die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter des Betreuten Wohnens:
-
Regelmäßige Einzelkontakte, i.d.R. in Form von Hausbesuchen
-
Begleitung in Krisenzeiten
-
Unterstützung in lebenspraktischen Bereichen wie z.B. Wohnraumgestaltung; Haushaltsführung; Selbstversorgung; Regelung finanzieller Angelegenheiten
-
Hilfestellung im Umgang mit Ämtern und Behörden
-
Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Beschäftigungsmöglichkeit
-
Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung der Freizeit; Vermittlung von Außenkontakten
-
Begleitung bei der medizinischen Behandlung
Eine pflegerische Betreuung ist generell nicht möglich.
Problematisch gestaltete sich die vom Bezirk geforderte Zeitdokumentation und der Vorgabe, wie die Arbeitszeit zu verwenden ist. Besonders zu Beginn der Betreuung und bei Krisen ist ein hoher zeitlicher Aufwand erforderlich, wogegen zu Ende der Betreuung, wenn der Klient zunehmend selbständiger ist, eine enge zeitliche Betreuung eher contraproduktiv ist. Mehr Flexibilität bezüglich der Zeiteinteilung wäre dringend erforderlich.
Ausblick: Der Bezirk Schwaben plant die Entgeltvereinbarung im Ambulant Betreuten Wohnen auf ein klientenzentriertes Stundenentgeltsystem umzustellen. Bisher wird das Betreute Wohnen durch einen Entgeltsatz finanziert, der kalendertäglich abgerechnet wird. Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten personenzentrierten Hilfe für die Betroffenen wurde ein einheitliches Gesamtplanverfahren eingeführt. Hierfür wurde von den bayer. Bezirken ein einheitliches Verfahren mit standardisierten Planungsinstrumenten entwickelt. Da zum 01.01.2005 das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) aufgehoben wurde ist nun die Eingliederungshilfe für Behinderte im zwölften Buch – Sozialhilfe- (SGB XII) angesiedelt. Zuständig für das Betreute Wohnen bleibt weiterhin die örtliche Sozialhilfe
Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene (LZE)
Personelle Situation In Voll- und Teilzeit sind zum Jahresende folgende Fachkräfte in der Langzeiteinrichtung tätig: Corinna Deininger (Leitung), Michael Henni (Stellvertreter), Matthias Mohr (Sozialdienst), Elke Kessler, Heidrun Feuerbacher, Sylvia Widmann , Cornelia Gorny (Wohngruppenleitung), Anni Heudorfer, Antje Müller (Arbeitsbereich/D&W), Doris und Klaus Matern (Gebäude) und Claudia Große (Verwaltung). Carola Steinbauer beendete zum 30.9.05 ihr Studium an der Berufsakademie und verließ damit auch unsere Einrichtung. Praktikantinnen: Susanne Winter (Ergotherapie) bis 11.2.05, Marion Schanz (Altenpflege) bis 14.1.05, Josef Daam (Ergotherapie) seit 15.11.05 Nachtbereitschaft wird weiterhin von Student/innen abgedeckt.
Fortbildungsveranstaltungen wurden zu folgenden Themen besucht: Persönliches Budget, International Classification of Functions(ICF), Professionelle Gesprächsführung, Psychoseseminar, Borderline, Malen und Filzen
Schwerpunkte der Arbeit waren im Jahr 2005:
- Individuelle Hilfeplanung auf der Basis des neu eingeführten Gesamtplanverfahrens, insbesondere Erstellung von Entwicklungsberichten gemeinsam mit den Bewohner/innen nach diesem Verfahren
- Zusammenarbeit in der Region Ulm/ Neu-Ulm/ Alb-Donau mit dem Ziel Gründung eines Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV)
- Umsetzung des Projekts Dienste und Werke (D&W): Umzug der Arbeitsgruppe in Räumlichkeiten außerhalb in der Reuttierstr.17. Dort sollen in Zusammenarbeit mit der Tagesstätte Zuverdienstarbeitsplätze durch Auftragsarbeiten und Verkauf von Produkten geschaffen werden. Anfang Dezember konnte umgezogen werden.
- Umsetzung der Vorgaben der Heimaufsicht, Erstellung eines Hygieneplans
- Training der lebenspraktischen Fähigkeiten unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Fähigkeiten der Bewohner/innen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Umgang mit den Auswirkungen von Hartz IV und anderen gesetzlichen Änderungen, die für die Bewohner/innen negative Folgen haben
- Auseinandersetzung mit den Veränderungen durch das persönliche Budget
Freizeitaktivitäten: Neben regelmäßigen Freizeitaktivitäten im Raum Ulm/Neu-Ulm (Schwimmen, Spaziergänge, Kegeln, Minigolf, Kino- und Restaurantbesuche, Grillabende, Spielenachmittage) wurden Tagesausflüge nach Neuschwanstein, nach Friedrichshafen an den Bodensee, in den Zoo nach Augsburg, nach Bad Buchau sowie mehrfach auf die Schwäbische Alb veranstaltet. Wie jedes Jahr wurden ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier von Mitarbeiter/-innen und Bewohner/-innen organisiert Gemeinsam mit der Tagesstätte wurde eine Freizeit im Bayerischen Wald durchgeführt.
Statistik: Anzahl der Bewohner und Bewohnerinnen: Insgesamt wurden 25 Bewohner/innen betreut, davon 10 Frauen und 15 Männer durchschnittliche Aufenthaltsdauer der derzeitigen Bewohner/innen: 4 Jahre 10 Monate durchschnittliches Alter: 43,4 Jahre Einzüge und Auszüge: Ausgezogen sind drei, eingezogen sind fünf Bewohner/innen, am Jahresende wohnen 22 Personen in unserer Einrichtung, insgesamt kamen sieben Interessent/innen zum Probewohnen. Arbeitssituation: 5 gehen in die Donau-Iller Werkstätten 1 besucht eine Schule 10 gehen in die Arbeitsgruppe / seit 1.12. D&W 6 sind in der Tagesstrukturgruppe
Die Tagesstrukturgruppe wird zum Jahreswechsel aufgelöst, 4 der Besucher gehen dann in das D&W, 2 sind als Rentner in der neuen Hauswirtschaftsgruppe im Haus.
Ausblick 2006:
- Mitwirkung beim Aufbau des D&W
- Veränderungen durch die Auslagerung der Arbeitsgruppe in das D&W:
- Akquise von Auftragsarbeit
- Aufbau einer Hauswirtschaftlichen Gruppe in der LZE
- Ausbau der Zusammenarbeit mit der Tagesstätte im Arbeits- und Freizeitbereich, insbesondere gemeinsame Gruppenangebote zur Tagesstruktur
- Weitere Schritte zur Veränderung der räumlichen Situation
- Weiterarbeit / Vertiefung der fachlichen Arbeit unter Nutzung des Gesamtplanverfahrens
- Intensive Mitarbeit am Aufbau eines GPV Donau-Iller
Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene
Personelle Situation: In Voll- und Teilzeit arbeiten zum Jahresende folgende Fachkräfte in der Tagesstätte: Corinna Deininger (Dipl. Sozialpädagogin FH) – Leitung, Günter deRoy (Dipl. Pädagoge), Christine Glöckle (Arbeitserzieherin), Antje Müller ( Arbeitserzieherin), Dagmar Seeger (Heilerziehungspflegerin). Im hauswirtschaftlichem Bereich sind in Teilzeit Klaus Matern, Yvonne Sarti und Virangrong Wildner beschäftigt. Als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen waren 2005 Frau Walz (Bibel-, Gesprächskreis)und Frau Frankowska (Malgruppe) tätig. PraktikantInnen der Ergotherapieschule: Maria Meneses (21.2.-6.5.05), Jörg Langenwalter (22.8.-4.11.05) Zu folgenden Themen wurden Fortbildungen besucht: Persönliches Budget, ICF, Gesamtplanverfahren, Borderline, Suizidalität, Dekorationen.
Aufgabe: Die Tagesstätte ist ein Angebot für psychisch kranke Erwachsene aus dem Dekanatsbezirk Neu-Ulm, die Tagesstruktur, Hilfestellung, Arbeitsangebote und soziale Kontakte suchen. Der Zugang ist niederschwellig, das heißt:
- einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen - Fahrtkostenerstattung ist möglich, wenig Formalitäten, geringe Kosten
Wir bieten an:
- Cafeteria mit Frühstück, täglich warmes Mittagessen
- Bezugspersonensystem
- Hilfestellung, Vermittlung, aktive Mitgestaltung und Mitbestimmung, soziale Kontakte
- Möglichkeit eigene Wäsche zu waschen und zu bügeln, Duschgelegenheit
- Zuverdienstmöglickeit, Gelegenheit am PC zu arbeiten, kreative handwerkliche Angebote, Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Erwachsenenbildung, Bibelkreis
- Öffnungszeiten: montags bis freitags 8:15 –16:00 Uhr, Abend- und Wochenendangebote
Statistik und Sachbericht: Besucher und Besucherinnen: insgesamt 68 Besucher/- innen haben im Laufe des Jahres die Tagesstätte regelmäßig besucht, davon 37 Männer und 31 Frauen. Hinzu kommen Besucher, die die Tagsstätte gelegentlich besuchen, z.B. während der Werkstattferien. Das Durchschnittsalter bei den Männern betrugt 47, 7 Jahre, bei den Frauen 45, 1 Jahre.
Zuverdienstmöglichkeiten: In folgenden Bereichen hatten die Besucher die Möglichkeit zu arbeiten und hinzu zu verdienen:
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Kuvertierarbeiten
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21 330 Stück
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Kochen
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3678 Portionen
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MS-Metall
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965 Arbeitsstunden
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Küchenarbeiten
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570 Arbeitsstunden
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Bügeldienst
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514 Stück
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Hauswäsche
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2x wöchentlich
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Frühlingsrollenprojekt
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757 Stück
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Müllentsorgung
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täglich
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Kerzenprojekt
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16,5 Arbeitsstunden
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Grundreinigung
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1x wöchentlich
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Filzhaarschmuck
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21 Teile
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Schmutzwäsche DW
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alle zwei Monate
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Gruppenangebote:
regelmäßige
- täglich: Mentales -Aktivierungs-Training, Bewegungsgruppe
- wöchentlich: „Tagesstätten-Plenum“, Gesprächskreis/ Diskussionsrunde, Backgruppe, Malkurs, Marktgruppe
- Kegelgruppe 14- tägig
- Projekte/ zeitlich begrenzte Angebote:
- Kreativangebote: Filzen, Mosaike, Tonen, Engelsbild, Holzarbeiten, Collagen, Origami, Serviettentechnik, Karten, Nähprojekt
- Sonstiges: Bildbearbeitung/ Visitenkarten am PC, Schwimmgruppe, Spielenachmittage, Entspannungsgruppe,, jahrezeitliche Dekoration, Nähkurs, Minigolfen, Bärlauch-Pesto-Herstellung
Ausflüge, Abend- und Wochenendangebote: Wochenendfreizeit im Bayerischen Wald, Ausflüge nach Mindelheim, Schloss Sigmaringen, Deutsches Museum München, Zwiefalten, Weisswurstessen in Günzburg, Viehschied in Hindelang, Hohenschwangau, Kirche Steinhausen, Thermalbad Aulendorf, Planetarium Laupheim, Wanderungen z.B. auf die Nordalb, im Tannheimer Tal, Lautertal,, Blaubeuren, Silberwald, Fahrradtouren , Donauschifffahrt, Aquarium Ulm, Brotmuseum, Ulmer Bücherei, Besuch Schwörmontag/Nabada, Baggersee, Ausstellungen
und Feste: Faschingstanzparty, Osterbrunch, Sommergrillfest, Weihnachtsfeier
Öffentlichkeitsarbeit: Weihnachtsmarkt Ulm, „Markt der kleinen Dinge“ im Haus der Begegnung, Neu-Ulmer Wochenmarkt
und Vernetzung: AK Tagestätten in Schwaben, PSAG Neu-Ulm, AKSP - GPV Donau-Iller, AK Arbeit
Sonstiges:
- Die bayerisch - schwäbischen Tagesstätten erhielten für ihre Arbeit den Sozialpreis des Bezirk Schwaben.
- Die individuelle Hilfeplanung wurde an das Gesamtplansystem angepasst.
- D&W ( Dienste und Werke): In der Nachbarschaft wurden gemeinsam mit der Langzeiteinrichtung weitere Räumlichkeiten angemietet, um mehr Raum für Auftragsarbeiten, Zuverdienstarbeitsplätze und Gruppenangebote zu haben.
- Mitarbeit an einem GPV Donau-Iller: 2005 leider keine nennenswerten Entwicklungen.
Ausblicke 2006:
- Auf- und Ausbau des D&W: Ein Verkaufsladen und Stehcafe soll eingerichtet werden, um unsere Produkte zu verkaufen und Zuverdienstarbeitsplätze zu schaffen.
- Weitere Schwerpunkt für 2006 sind die Akquise von Auftragsarbeiten und der Ausbau vorhandener Angebote z.B. Bügeldienst, sowie
- die Verbesserung der Zusammenarbeit mit anderen Diensten im sozialpsychiatrischen Bereich.
- Intensive Mitarbeit am Aufbau eines landesgrenzenübergreifenden GPV Donau-Iller.

Integrationsfachdienst – berufliche Begleitung
Personelle Situation: Die Sozialpädagogin Irene Scholl arbeitet im Auftrag des Zentrum Bayern Familie und Soziales / Integrationssamt – Region Schwaben. Sie ist 30 Stunden wöchentlich in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg tätig. Nach einem Unfall fiel sie vom 21. Mai 2005 bis zum 14. September 2005 krankheitsbedingt aus und nahm am 8. Dezember 2005 ihren Dienst wieder auf. Frau Andrea Pilz, vom Integrationsfachdienst – berufliche Begleitung aus Dürrlauingen übernahm die Vertretung und sicherte die Beratung und Akut-Begleitung schwerbehinderter Arbeitnehmer auch in Neu- Ulm ab.
Definition und Aufgaben: Im SGB IX werden die Beratung und psychosoziale Begleitung schwerbehinderter, bzw. gleichgestellter Arbeitnehmer geregelt. Auch die Beratung von Arbeitgebern, Personal- und Betriebsräten, Schwerbehindertenvertrauensleuten, Vorgesetzten oder Kolleg/-innen, wenn Fragen bzw. Konflikte mit (schwer)-behinderten Mitarbeitern zu klären sind, ist hier verankert. Die wichtigste Aufgabe ist die Sicherung, Erhaltung und wenn möglich die Erweiterung von Arbeitsplätzen für (schwer)-behinderte Menschen. Eine gelungene berufliche Integration ist mitentscheidend für Anerkennung, soziale Kontakte und Existenzsicherung aller Menschen. In Beratungsgesprächen wird versucht mit konkreten Unterstützungsangeboten einen geeigneten Arbeitsplatz für den behinderten Arbeitnehmer bei seinem Arbeitgeber zu finden, bzw. seinen jetzigen Arbeitsplatz behindertengerecht auszustatten, dem Arbeitgeber entsprechende Hilfen zu vermitteln, damit eine betriebswirtschaftlich und sozialverträgliche Lösung möglich wird.
Besonders hervorzuheben: Anfang 2005 wurde der Auftrag für den Integrationsfachdienst für drei Jahre verlängert. Es gibt einen größeren Verbund an Trägern mit klaren Zielvereinbarungen, die die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen im Auftrag des Integrationsamtes fördert, das nun dem Zentrum Bayern für Familie und Soziales zugeordnet wurde. Mitte 2005 wurde bundesweit ein neues Dokumentationssystem eingeführt, das die Arbeit des IFD unterstützt und vereinheitlicht, sowie für Transparenz und Qualitätssicherung steht. Leider ist noch kein Aufschwung der Wirtschaft in Sicht. Durch Arbeitszeitverlängerungen, Standortverlagerungen und Insolvenzen im vergangenen Berichtsjahr hat sich die Arbeitsmarktlage weiter zugespitzt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt und mit ihr natürlich vermehrt die Zahl der schwerbehinderten Arbeitnehmer. So ist es fast schon ein Highlight, wenn ein Arbeitgeber überzeugt werden kann, einen zusätzlichen Ausbildungsplatz für eine junge, gleichgestellte Behinderte zu schaffen. Hier gilt mein Dank besonders den Menschen, die unsere Arbeit unterstützen und fördern. Danke für die gute Zusammenarbeit an alle Verantwortlichen: an Arbeitgeber, betrieblichen Helfer, Beratungsstellen, Ärzte, Therapeuten und Sozialdienste, insbesondere unseren Trägern, Koordinatoren und KollegInnen für die Unterstützung. Aber auch den Menschen, die wir eine Zeitlang begleitet haben, gilt meine Anerkennung für ihre Offenheit, Zuverlässigkeit, Aktivität und Zielstrebigkeit – trotz Handicaps Ihre Leistungen zu erbringen, immer wieder neue Situationen zu meistern. In den fünf Monaten betreute der BBD 17 Menschen mit Behinderungen: Neun Betreuungen wurden abgeschlossen: bei drei Betreuten konnte der Arbeitsplatz erhalten werden, drei stellten einen Antrag auf Gewährung von Erwerbsunfähigkeitsrente und drei sind seit längerem arbeitslos. Auch mussten wir die Betreuungen von psychisch Kranken abschließen, wenn diese keinen Schwerbehindertenausweis haben. 15 qualifizierte Beratungen wurden beim Integrationsamt beantragt und genehmigt, 7 Arbeitnehmer wurden von betrieblichen Helfern in zwei Betrieben mitberaten und betreut. Hinzu kamen 23 weitere Beratungsfälle, die vom einmaligen Clearinggespräch bis zu intensiver Beratung gingen. 2005 war der BBD auf drei Messen, um gezielt Arbeitgeber vom Auftrag des Integrationsfachdienstes, berufliche Begleitung zu informieren.
Ausblick für 2006: Stabilisierung der Situation nach den Reformen. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit, um unseren Bekanntheitsgrad und die Nachfrage für den Integrationsfachdienst zu mehren.
Inmitten einer großen Freude soll Man niemanden irgendetwas versprechen; inmitten eines großen Ärgers soll man keinen Brief beantworten.
Seniorenzentrum Nersingen
Definition und Aufgabe: Das Seniorenzentrum Nersingen ist ein Altenpflegeheim. Gemäß unserer Förderrichtlinien werden vorrangig ältere, pflegebedürftige Menschen aufgenommen. Wir bieten Platz für insgesamt 38 vollstationäre Pflegeplätze (incl. 1 – 2 zeitweise eingestreute Kurzzeitpflegeplätze). Das Seniorenzentrum Nersingen zeichnet sich als kleine, überschaubare, wohnortnahe, helle, freundliche und familiär gestaltete Pflegeeinheit aus. Wir möchten besonders hervorheben, dass die vollstationäre Versorgung, für pflegebedürftige Bewohner aus der Großgemeinde Nersingen, hier in ihrem Heimatort, und in unmittelbarer Nähe der Familie und der Freunde möglich ist. So ermöglichen wir unseren Bewohnern, auch weiterhin bestehende soziale Kontakte aufrecht zu halten. Auch dieses Jahr wurde uns die Erfüllung unserer Zielsetzung, die Bewohner adäquat zu versorgen, und eine gute Pflegequalität zu gewährleisten, nicht leicht gemacht. Es wird immer schwieriger, den Erwartungen und Qualitätsansprüchen mit den zur Verfügung stehenden Mittel und Rahmenbedingungen, gerecht zu werden. So war es uns in diesem Jahr ein Hauptanliegen, die in den Vorjahren begonnenen Maßnahmen und Neustrukturierungen zur weiteren positiven finanziellen Entwicklung unseres Hauses zu optimieren. Auch die für dieses Jahr geplanten Konzepte und Strukturierungen zur besseren Umsetzung der uns auferlegten Leistungs- und Qualitätsvorgaben konnten, zum größten Teil, wie geplant umgesetzt und abgeschlossen werden.
Belegung und Auslastung: Die Tendenz, dass in den letzten Jahren die Pflegebedürftigkeit der Bewohner in Pflegeheimen steigt, lässt sich auch in diesem Jahr belegen. Im Jahr 2005 hatten wir im Durchschnitt 2 Bewohner der Pflegestufe O, 10 – 11 Bewohner der Pflegestufe I, 16 – 18 Bewohner der Pflegestufe II und 8 Bewohner der Pflegestufe III. Gleichermaßen beobachten wir einen allgemeinen Anstieg der Bewohner, die an Erkrankungen leiden, die mit zunehmender Desorientiertheit und Demenz einhergehen. Aufgrund der schlechten Auslastung der Kurzzeitpflegeplätze im letzten Jahr, haben wir für 2005 die Kurzzeitpflegeplätze nur noch intermittierend und spontan vergeben, z.B. als Überbrückung bis der Pflegeplatz vollstationär vergeben werden konnte. Dadurch ist es uns in diesem Jahr erstmals gelungen, ab Mai 2005 eine durchgehende Auslastung von etwa 97,69%, und in den Monaten Oktober, November und Dezember eine Belegung von > 100% aufzuweisen. Nur im ersten Quartal hatten wir Belegungsprobleme, und eine Auslastung von nur 89,79%. Ein Grund mag eine Zunahme der Pflegeplätze in der Umgebung sein. Alles in allem können wir, aufgrund der Gesamtauslastung, für das Jahr 2005 einen deutlich erhöhten Anstieg der Einnahmen verbuchen.
Personelle Situation: Auch 2005 hat es Wechsel und Neueinstellungen gegeben.
- eine Schülerin hat ihre Ausbildung beendet
- eine neue Schülerin wurde eingestellt
- Anpassung von Pflegestufen und Planstellen
- 3 Schwangerschaftsvertretungen im Bereich Hauswirtschaft
- Neubesetzung der stellv. Leitung, Wechsel der Hauswirtschaftsleitung
- Erhöhte Auslastung der Küche / Entsprechende Anpassung der Planstellen
- 3 zusätzliche Teilzeitstellen werden mit 1 € - Kräften besetzt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass alle Planstellen im Haus besetzt sind, und die Fachkraftquote im Bereich der Pflege erfüllt ist.
Sachbericht: Erwähnenswert für das Jahr 2005 sind sicherlich
- Die weiterhin sehr gute Auslastung der Küche, durch den Ausbau der Essenauslieferungen
- Daraus resultieren merklich mehr Einnahmen als im Vorjahr
- Einführung der Pflegevisite
- Aufgrund einiger Gerichtsurteile und dem Sparkurs, ziehen sich die Kassen zunehmend bei der Übernahme der Kosten für Pflegehilfsmittel, Medikamente, Sondennahrung und Transportkosten zurück. Betroffen sind hauptsächlich die Bewohner im stationären Bereich. Besonders brisant gestaltet sich die Versorgung mit Rollstühlen und Sondennahrung.
- Das 5-jährige Jubiläum des Seniorenzentrums Nersingen
Das Jahr 2005 war von Aktivitäten geprägt. Neben den üblichen Festen für die Bewohner: Sommerfest, Nikolaus und Weihnachtsfeier, haben wir zum 5- jährigen Jubiläum
- einen Tag der offenen Tür mit Informationsveranstaltungen organisiert.
- Politiker zu einem „Seitenwechsel“ eingeladen. Hier hatten diese Gelegenheit, den „Seitenwechsel“ wörtlich zu nehmen, und konnten Erfahrungen aus Sicht der Pflegenden machen. Auch gab es noch genügend Zeit für Gespräche über die aktuelle Situation in der Gesundheitspflege.
- Den Tag mit einem Festgottesdienst gewürdigt.
Ausblick auf das Jahr 2006: Auch wenn es uns 2005 gelungen ist einige Konzepte zur Qualitätsverbesserung umzusetzen, bleibt noch genügend Arbeit für das kommende Jahr. 2006 wird die Erstellung und Umsetzung der Standards im Vordergrund stehen. Abzuwarten bleibt, welche Auswirkungen die Einsparungen der Kassen auf die anstehenden Pflegesatzverhandlungen und auf die Pflegequalität haben werden. Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat uns die Nachricht erreicht, dass die Spitzenverbände der Pflegekassen neue Richtlinien für die Qualitätsprüfungen durch den MDK beschlossen haben. Nachdem die Ministerin für Gesundheit und Soziales die neuen Richtlinien befürwortet hat, warten wir auf die notwendigen gesetzlichen Änderungen. In wie weit die Richtlinien umsetzbar sind, welche Auswirkungen sie haben werden, und ob alle geplanten Ziele erreicht werden, wird das neue Jahr zeigen. Auch sehen wir mit Spannung, ob sich unsere Befürchtungen, dass unsere Gesundheitspolitik auf eine Zweiklassenmedizin zusteuert, bewahrheiten. Zusammenfassend ist sicherlich zu sagen, dass die Aufgabe auch in Zukunft alte und pflegebedürftige Menschen adäquat zu versorgen, keine einfache sein wird. Daher wäre es empfehlenswert, wenn sich Politiker, Gesetzgeber, Kassen und Träger gemeinsam dieser Aufgabe stellen würden.
Diakoniestation Senden-Nersingen-Steinheim
Personelle Situation: Im Jahre 2005 waren sieben Krankenschwestern, eine Altenpflegerin, zwei Schwesternhelferinnen mit einjährigem Examen, eine Fachhauswirtschafterin für ältere Menschen, eine Pflegehelferin und drei weitere Schwestern und drei Pflegehelfer als Aushilfen beschäftigt. Mehrere Auszubildende als Krankenschwestern und Altenpflegerinnen absolvierten bei uns ihr Praktikum im ambulanten Bereich. Seit 01.04.2004 wurde ein „niedrigschwelliges Angebot“ zur Betreuung Demenzkranker aufgebaut und es kamen 27 ehrenamtliche Mitarbeiter dazu.
Definition und Aufgaben: Die Diakoniestation Senden-Nersingen-Steinheim ist eine Einrichtung für alle Bürger der evangelischen Kirchengemeinden Senden und Steinheim/Nersingen. Sie betreut und pflegt dort vorrangig hilfsbedürftige Menschen. Zu den Kirchengemeinden zählen auch die Teilgemeinden Wullenstetten, Hittistetten, Witzighausen, Aufheim, Oberkirchberg, Gerlenhofen, Finningen, Neuhausen, Holzheim, Kadeltshofen, Remmeltshofen, Straß, Ober- und Unterfahlheim und Leibi. Die Diakoniestation Senden-Nersingen-Steinheim wird getragen vom Diakonischen Werk Neu-Ulm e. V. und von den Fördervereinen Senden und Steinheim/Nersingen gefördert. Die Dienste der Station kann jeder in Anspruch nehmen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Stand, Konfession und Nationalität.
Angeboten wird:
-
Pflege zu Hause: Grundpflege nach SGB XI
-
Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen
-
Pflegeschulung zu Hause nach § 45 SGB XI
-
Behandlungspflege nach SGB V
-
Hauswirtschaftliche Versorgung
-
24-Std.-Rufbereitschaft „niedrigschwelliges Angebot“ für demenziell erkrankte Menschen - Gruppe - diese findet 1 x wöchentlich in Nersingen statt, mit durchschnittlich 5 zu Betreuenden.
Statistik:
-
Hausbesuche 18818
-
davon Grundpflege 8234
-
Injektionen 4709
-
Blutzucker 2292
-
Blutdruckmessungen 12
-
Verbandswechsel 8317
-
Einlauf 33
-
Medikamentenabgaben 3890
-
Gewichtskontrolle 111
-
Wechsel von Dauerkathetern 45
-
Behandlungspflege insgesamt: 38136
-
Hauswirtschaftl.Versorgung 1206
Zusatzleistungen:
-
Pflegenotruf Tag 7
-
Pflegenotruf Nacht 1
-
Arztgang 51
-
Apothekengang 33
-
Häusliche Verordnung besorgen 7
-
Haare aufdrehen 90
-
„Niederschw. Angebot“ zu Hause 96
-
„Niederschwelliges Angebot“ Gruppe 152
Neuerungen 2005: Es wurden für jede Tour „Palmgeräte“ zur EDV-gestützten Tourenplanung und Abrechnung beschafft. Ebenso erhielt der Putzdienst „Fliegender Besen“ einen Renault Kangoo. In Senden wurde das Gemeindehaus abgerissen und das Büro der Diakoniestation zog in den Keller des Wullenstettener Gemeindehauses.
Ausblick auf das Jahr 2006: Fortbildung: Im Jahr 2006 ist unter anderem eine Fortbildung mit dem Thema Kinästhetik – Aufbaukurs zusammen mit dem Seniorenzentrum geplant. Zusätzlich ist im Frühjahr eine Fortbildung für Betreuer demenzkranker Menschen geplant. Das „Niedrigschwellige Angebot“ für demenziell erkrankte Menschen wird weiter (2. Gruppe in Nersingen, 1. Gruppe in Senden) aus- und aufgebaut. Das Angebot des „fliegenden Besens“ soll auf Gartenarbeiten und Kehrwoche erweitert werden. Neben der guten Versorgung unserer Klienten steht die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Arbeit der Diakoniestation weiter im Mittelpunkt unserer Tätigkeit.
Familienzentrum Neu-Ulm
Personelle Situation: Im Familienzentrum sind 2 fest angestellte MitarbeiterInnen beschäftigt. Herr Jakob ist Koordinator mit einer 80-%-Stelle, Frau Salis arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin auf einer 50-%-Stelle. Neben einer geringfügig beschäftigten Putzkraft sind ca. 10 ehrenamtliche MitarbeiterInnen in die Arbeit eingebunden worden.
Definition und Aufgabe: Träger des Familienzentrums sind der Caritasverband für die Region Günzburg und Neu-Ulm e.V. und das Diakonische Werk Neu-Ulm e.V. Die Finanzierung erfolgt über die Stadt Neu-Ulm, sowie das Projekt „Soziale Stadt“. Das Familienzentrum ist eine Kontakt- und Anlaufstelle für Familien, Teilfamilien und Bewohner vom Neu-Ulmer lnnenstadtbereich. Hier soll Begegnung stattfinden zu der auch die Bewohner der angrenzenden Stadtteile eingeladen sind. Das Familienzentrum ist ein Ort der Begegnung, ein Ort für Hilfe zur Selbsthilfe, des bürgerschaftlichen Engagements, der Integration und des interkulturellen Austausches. Der Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit und für Familien. Das Familienzentrum ist ein Ort von Familien für Familien, daher sollen ehrenamtliche MitarbeiterInnen zentral in die Arbeit mit eingebunden werden. Das Familienzentrum startete mit folgenden Angeboten:
- Begegnungsstätte für Familien (Offener Treff)
- Information und Beratung für Familien
- Offene Kinderbetreuung
- Gruppen (z.B. Selbsthilfegruppen)
- Veranstaltungen für Familien (Vorträge, Workshops, etc.)
- Öffentliche Internetplätze und Vermietung der Räume
Statistik: Der offizielle Betrieb startete am 24.09.2005 mit der Eröffnungsfeier (siehe unten). Im Jahre 2005 besuchten ca. 2340 Personen das Familienzentrum und seine Veranstaltungen. Diese Zahl untergliedert sich wie folgt: Besucher/TeilnehmerInnen bei Veranstaltungen: ca. 840 Besucher bei offenen Gruppen des Familienzentrums: ca. 120 Besucher bei sonstigen Gruppen und Kursen (z.B. Selbsthilfegruppen und Deutsch-Kurs): ca. 1020 Besucher des offenen Treffs: 51 Besucher bei Vermietungen: ca. 30 Sonstige Besucher: ca. 201 Besucher für die persönliche Information: 83 Darüber hinaus konnten wir 132 Personen telefonisch informieren.
Sachbericht: In der Vorbereitungsphase der Eröffnung bestand die Arbeit darin, zum einen den Umbau der Einrichtung zu koordinieren, sowie die Einrichtung und Ausstattung des Familienzentrums zu besorgen. Zum anderen mussten Kooperationsstrukturen zwischen den Trägern und mit der Stadtverwaltung, sowie dem Projekt „soziale Stadt“ gestaltet werden. Darüber hinaus wurde das Programm entwickelt und Vernetzungsarbeit geleistet, sowie Ehrenamtliche in die Arbeit eingebunden. Am 24.09.2005 fand die feierliche Eröffnungsfeier mit Herrn Staatssekretär Heike und Herrn Oberbürgermeister Noerenberg im Rahmen eines Familienfests statt. Bisherige Schwerpunkte der daran anschließenden Arbeit waren Informationsrunden für Eltern zu Erziehungsthemen, der Deutsch-Kurs für ausländische Mütter, Beratung für Familie, sowie Selbsthilfegruppen in Kooperation mit dem Selbsthilfebüro KORN e.V.. Ein weiterer Schwerpunkt der bisherigen Arbeit musste natürlich die Öffentlichkeitsarbeit sein, um die Einrichtung bekannt zu machen (Presse; Internetseite, Prospekt, Programme, Handzettel für Veranstaltungen, Vorstellung bei Einrichtungen etc.)
Ausblicke/Tendenzen auf 2006: Folgender Ausblick auf das Jahr 2006 lässt sich geben:
- Belebung des offenen Treffs durch begleitende Aktionen (z.B. Tanzgruppe für Grundschulkinder und offene Kinderbetreuung).
- Schwerpunkt: Erreichen der Eltern durch Kinderbetreuung und andere Aktionen (offene Kinderbetreuung; Babytreff).
- Erreichen weiterer Zielgruppen durch spezielle Angebote (z.B. Ansiedlung einer ehrenamtlichen Alleinerziehenden-Gruppe)
- Unterstützung von Initiativen aus der Bürgerschaft (z.B. Projekt FCK – Freundeskreis Chronisch Kranke)
Diagramm Statistik:
Gesamtzahl der Besucher/Teilnehmer in 2005: 2240 ( Zzgl. 132 telefonische Beratungen)
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Beitrittserklärung
Hiermit erkläre ich meinen/ unseren Beitritt in den Verein: „Diakonisches Werk im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Neu-Ulm e.V.“.
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Name, Vorname Geburtsdatum Konfession Beruf
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Strasse PLZ, Wohnort
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Telefon Fax E-Mail
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Ort, Datum Unterschrift
Einzugsermächtigung
Hiermit erteile ich bis auf Widerruf dem Diakonischen Werk im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Neu-Ulm e.V. die Erlaubnis, den jährlich fälligen Mitgliedsbeitrag von meinem/ unserem Konto im ersten Quartal des laufenden Jahres abzubuchen.
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Name Vorname
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Geldinstitut
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Konto BLZ
Wenn mein/ unser Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts (s.o.) keine Verpflichtung zur Einlösung. Teileinlösungen werden im Lastschriftverfahren nicht vorgenommen.
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Ort, Datum Unterschrift
Telefonliste Diakonisches Werk Neu-Ulm e.V.
|
Aufgabe
|
Ansprechpartner
|
Telefonnummer
|
|
Bezirks – Geschäftsstelle
|
|
Geschäftsführung/ 2. Vorsitzende
|
Sigrun Rose
|
07 31/ 70 4 78 - 10
|
|
Sekretariat
|
Annette Schanz
|
07 31 / 70 4 78 – 0
|
|
Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit
|
Heike Bayer
|
07 31 / 70 4 78 – 20
|
|
Kuren und Erholungen
|
Angela Burger
|
07 31 / 70 4 78 – 21
|
|
Migration
|
|
Quartiersmanagement/Jugendhausleitung
Migrationsberatung Günzburg
|
Burkhardt Wagner
Anna Jose
|
08 22 1/ 27 87 – 88
08 22 1/ 27 87 - 80
|
|
Migrationsberatung Dillingen
|
Ella Gillert
|
09 0 71 / 72 64 00
|
|
Beratung für Asylsuchende und Flüchtlinge
|
Sigrun Grüninger
|
07 31/ 9 80 65 49
|
|
Migrationsberatung Neu-Ulm
|
Renate Koch
|
07 31 / 70 4 78 - 22
|
|
Sucht
|
|
Psychosoziale Beratungsstelle
|
Renate Janik
|
07 31/ 7o 4 78 - 50
|
|
Drob Inn
|
Jeanette Wiegert
|
07 31/ 70 4 78-40
|
|
Drogenstreetwork Illertissen
|
Holger Rühl
|
07 3 03 / 90 28 40
|
|
Drogenstreetwork Vöhringen
|
Ute Kröner
|
07 3 06 / 92 53 34
|
|
Sozialpsychiatrie
|
|
Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene
|
Corinna Deininger
|
07 31/ 72 27 04
|
|
Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene
|
Corinna Deininger
|
07 31/40 39 264
|
|
Berufsbegleitender Dienst f. Psychisch Kranke
|
Irene Scholl
|
07 31 / 70 4 78 – 23
|
|
Betreutes Wohnen f. Psychisch Kranke
|
Thomas Lohmeyer
|
07 31 / 70 4 78 – 30
|
|
D & W Dienste und Werke
|
Antje Müller
|
07 31 / 88 00 9 17
|
|
Senioren & Pflege
|
|
Diakoniestation Senden- Nersingen – Steinheim
|
Frederike Baur
|
0 73 08/ 81 74 – 40
|
|
Seniorenzentrum Nersingen
|
Petra Neubert
|
0 73 08/ 81 74 – 41
|
Alle Einrichtungen sind per E-Mail zu erreichen. Die Liste finden Sie hier!
Statistische Zahlen
|
Arbeitsbereiche
(ohne Telefonseelsorge u.a. Evang.-Diakonische Dienste)
|
Hauptamtliche Mitarbeiter/-innen
|
Azubis,
Praktikanten
|
Zuverdienstler
(1-€-Jobber)
|
Gesamt
|
Zahl der Betreuten
|
|
Verwaltung/ Geschäftsstelle
|
7
|
2
|
2
|
11
|
0
|
|
Bezirksstelle
|
2
|
0
|
0
|
2
|
259
|
|
Mitarbeitervertretung
|
5
|
0
|
0
|
5
|
0
|
|
Quartiersmanagement/Jugendhausleitu ng
|
2
|
0
|
0
|
2
|
830
|
|
Migrationsberatung Günzburg
|
1
|
0
|
0
|
1
|
--
|
|
Migrationsberatung Dillingen
|
1
|
0
|
0
|
1
|
--
|
|
Beratung für Asylsuchende und Flüchtlinge
|
1
|
0
|
0
|
1
|
|
|
Vorfeld-Treff
|
1
|
0
|
0
|
1
|
1010
|
|
Suchtberatung
|
4
|
0
|
0
|
4
|
513
|
|
Ambulante Reha
|
1
|
0
|
0
|
1
|
--
|
|
Betreutes Wohnen f. Psychisch Kranke
|
2
|
0
|
0
|
2
|
28
|
|
Langzeiteinrichtung für Psychiatrieerfahrene
|
11
|
0
|
0
|
11
|
25
|
|
Tagesstätte für Psychiatrieerfahrene
|
6
|
0
|
0
|
6
|
68
|
|
Berufsbegleitender Dienst f. Psychisch Kranke
|
1
|
0
|
0
|
1
|
40
|
|
Drob-Inn
|
1
|
0
|
0
|
1
|
299
|
|
Drogenstreetwork Vöhrigen u. Illertissen
|
2
|
0
|
0
|
2
|
544
|
|
Pflegezentrum
|
37
|
5
|
3
|
55
|
38
|
|
Diakoniestation Senden-Nersingen-Steinheim
|
17
|
0
|
0
|
17
|
13
|
|
Familienzentrum „Ökumenisch“
|
2
|
0
|
0
|
2
|
2240 (Besucher)
|
Wenn Sie unsere Arbeit für unterstützenswert halten, wollen wir Ihnen unser Spendenkonto nicht vorenthalten:
Sparkasse Neu-Ulm/ Illertissen Konto: 430 005 264 BLZ: 730 500 00
Sie können durch einen Hinweis bestimmen, welchen Menschen Ihr Geld zu Gute kommen soll – nennen Sie einfach das Arbeitsgebiet (z. B. psychisch Kranke, Alleinerziehende, Familien etc.)
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, wir brauchen Sie auch weiterhin!
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