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aus: Neu-Ulmer Zeitung vom 07.08.13  von Iris Goefsky

 

Am Sterbebett

Zwölf neue Ehrenamtliche begleiten in Nersingen und Elchingen Menschen in ihren letzten Stunden

Presse_07-08-13

 

Wenn ein Mensch bald stirbt, sind sie dabei. Sie erleichtern ihnen die letzten Stunden ihres Lebens und betreuen die trauernden Angehörigen. Hospizbegleiter haben einen wichtigen und zudem schweren Job. Zwölf neue Ehrenamtliche des ökumenischen Hildegard Hospizverein Nersingen-Elchingen beendeten nun ihre sechsmonatige Ausbildung.

„Hospizbegleitung ist Überzeugung und keine Selbstverständlichkeit“, sagt Ralf Waidner, Vorsitzender des Vereins mit nun insgesamt 17 Hospizbegleitern. In einer Feierstunde wurden „die Neuen“ in ihr Amt eingeführt, in dem sie künftig Sterbenden und deren Angehörigen zur Seite stehen werden.

Das Motto der Ausbildung lautete „Lebenswege“. Ausbilderin Marion Deml aus Nersingen sagte dazu: „Als Hospizbegleiter beginnt ein neuer Abschnitt, den Sie mit allen Sinnen, die ihnen zur Verfügung stehen, gehen werden.“ Die Hospizbegleiter würden mit ihren Händen arbeiten, um den Sterbenden Halt zu geben, mit ihren Augen das Leid erkennen, mit den Ohren die Ängste und Sorgen hören und mit dem Herz den Sterbenden bewusst beistehen.

Sechs Monate Vorbereitung auf den Umgang mit Sterbenden

In den vergangenen Monaten wurden Schulungen und Selbstfindungen durchgeführt, die Teilnehmer wurden auf die Sterbe- und Trauerphase vorbereitet, sie wurden geschult im Umgang mit den Sterbenden und deren Angehörigen. Wie führt man Gespräche mit ihnen? Wie geht man mit denjenigen um, die sich nicht mehr äußern können? Das alles wurde besprochen. Zudem absolvierten die Hospizbegleiter ein Pflegepraktikum und einen Besuchsdienst bei einem Schwerstkranken.

Besonders erfreut zeigte sich der Verein, dass nun auch zwei männliche Hospizbegleiter mit im Team dabei sind. Heinz Mack ist einer von ihnen: „Irgendwie hat jeder schon einmal Erfahrungen mit dem Tod gemacht. Mich hat ein Todesfall im engsten Familienkreis dazu bewegt, die Ausbildung zu machen.“ Der Nersinger ist sich sicher, dass jeder einzelne Tag und jede einzelne Stunde in diesem Amt interessant sein werden.

Auch Christina Renner aus Neu-Ulm freut sich auf ihre neue Aufgabe und sagte: „Es ist zum großen Teil Selbstreflexion und keiner von uns wird alleine sein. Auf jeden Fall weiß man nie, was einen erwartet, wenn er ans Sterbebett kommt.“

Vorsitzender Ralf Waidner weiß, dass „man eigene Erfahrungen nicht vermitteln kann“, dafür aber das Wissen und die Erfahrungen der Ausbilder. „Nun sind alle Hospizbegleiter optimal auf die Praxis vorbereitet.“


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