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aus: Neu-Ulmer Zeitung vom 29.07.13

Deutsch-Kurse bei Asylbewerbern sehr beliebt

Wachsende Zahl von Flüchtlingen erhöht die Nachfrage im Familienzentrum Neu-Ulm

 „Ich möchte Deutsch lernen, wo ist hier der Deutschkurs?“ Diese Frage hören Juliane Ott vom Familienzentrum Neu-Ulm und Sigrun Grüninger von der Asylberatung beim Diakonischen Werk Neu-Ulm in den letzten Wochen immer häufiger. Grund dafür ist der Anstieg der Asylbewerberzahlen im Landkreis Neu-Ulm. Gab es früher nur eine Unterkunft mit einer Kapazität von 60 Asylbewerbern in der staatlichen Asylunterkunft im Stadtgebiet, so sind mittlerweile vier weitere Unterkünfte hinzugekommen, die von der Kommune geleitet werden. Die Zahl der Asylbewerber hat sich damit verdreifacht.

Nicht alle Interessierten konnten daher in den beiden Deutschkursen untergebracht werden, die seit Januar im Familienzentrum in der Kasernstraße stattfinden. Nach den Sommerferien ist ein Kurs für neue Teilnehmer geplant. Darin werden den Teilnehmern Basisdeutschkenntnisse vermittelt und zudem den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, wenigstens an zwei Tagen pro Woche eine sinnvolle Beschäftigung außerhalb der Asylunterkunft ausüben zu können, denn Asylbewerber dürfen in der ersten Zeit ihres Aufenthalts nicht arbeiten Geldbeschaffung ist die große Herausforderung.

Größte Herausforderung des Familienzentrums ist die Beschaffung der Gelder, die die Kurse kosten. Da dafür keine kommunalen oder staatlichen Mittel zur Verfügung stehen, müssen die Gelder durch Spenden, Stiftungen, Fördervereine und Projektträger von Sigrun Grüninger beschafft werden. Diejenigen, die das Glück hatten, einen Platz zu ergattern, kommen zwei Mal wöchentlich am Morgen ins Familienzentrum. Die vorwiegend jungen Männer stammen aus Afghanistan, Syrien, Pakistan, Peru, Aserbaidschan, Nigeria, Senegal und aus dem Kongo. Den beiden ehrenamtlichen Dozentinnen Ayse Günes und Janina Rozalowska-Pak fällt auf, dass viele der Teilnehmer sehr gebildet sind.

Schon jetzt fragen viele Teilnehmer, wie es weiter geht nach den Sommerferien. Diejenigen, die spätestens Ende des Jahres ein Jahr in Deutschland sind, können sich schon jetzt bei Sigrun Grüninger für einen sechsmonatigen berufsbezogenen Deutschkurs anmelden, der dann voraussichtlich am Jahresende startet. Für 15 Teilnehmer wird sich auch die Möglichkeit bieten, an einem Sommerdeutschkurs mit Axel Breckwoldt im August teilzunehmen, der praktisch ausgerichtet ist und viele Aktionen und Ausflüge beinhalten wird. Dieser Kurs wird durch die Stiftung „Neu-Ulm – Helfen mit Herz“ finanziert.


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