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aus: Südwest Presse vom 02.11.2013 von Verena Schühly

Dienst für Menschen in Not

Kranke, Behinderte, Alte, Bedürftige, Heimatlose - um alle kümmert sich die Diakonie. In Neu-Ulm seit 50 Jahren, und sie reagiert auf sich immer verändernde Bedürfnisse. Zum Jubiläum gab es Lob und viel Dank.

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Regionalbischof Michael Grabow dankte den Mitarbeitern für ihre Arbeit: Hier in Neu-Ulm, sagte er im Festgottesdienst, werde seit 50 Jahren tätige Liebe praktiziert. Foto: Oliver Schulz

Am Reformationstag feiern die Protestanten die Erinnerung an den 31. Oktober 1517, als Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Schlosskirche Wittenberg schlug - das gilt als die Geburtsstunde der Reformation. In der Neu-Ulmer Petruskirche gab es aber noch einen Grund zu feiern: Das Diakonische Werk besteht seit 50 Jahren.

Regionalbischof Michael Grabow spannte in seiner Predigt im Festgottesdienst einen Bogen von einem Ereignis zum anderen. Luther selbst habe mit seinen reformatorischen Ideen die Grundlage für eine geregelte Versorgung der Armen als Pflichtaufgabe des Staates gelegt, um Bedürftige von willkürlich gegebenen Almosen unabhängig zu machen. Zudem betone schon der Apostel Paulus, dass praktizierte Nächstenliebe die Pflicht jedes Christen sei. Beide Gedanken fließen in der Diakonie zusammen. Grabow: "Hier in Neu-Ulm wird seit 50 Jahren tätige Liebe praktiziert - und es ist ein breites Aufgabenfeld, was hier beackert wird." Es reicht von Asylberatung über Familienzentren bis zu Sucht- und sozialpsychiatrischer Beratung (siehe Info-Kasten). Der Regionalbischof dankte auch allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr Engagement "in diesem Dienst, den Menschen für Menschen in Not leisten".

Wie wichtig die Angebote der Diakonie sind, machten vier Betroffene deutlich, die ihre schwierigen Lebensgeschichten vorstellten und berichteten, wie ihnen geholfen wurde und geholfen wird. Eine Frau, die seit 17 Jahren gegen ihre Alkoholsucht kämpft, sagte: "Sie haben mir geholfen, mein Leben wieder selbst in den Griff zu bekommen. Ich danke von Herzen für das Engagement von Menschen, die mehr tun als nur ihre Pflicht." Die Besucher des Festgottesdienst waren sichtlich berührt von den vorgetragenen Biographien und dem Mut, solche Einblicke zuzulassen.

In den Grußworten zum Festakt sagte auch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, dass die Diakonie "wichtige Dienste für die Menschen und die Gesellschaft übernimmt". Die Mitarbeiter "leisten seit 50 Jahren großartige Hilfe" und dafür sage er "ein herzliches Vergelts Gott". Landrat Erich Josef Geßner sagte: "Das Diakonische Werk bringt Licht in Leben voller Schaffen und Dunkelheit". Auch er bezeichnete das als "tatkräftige Nächstenliebe".

"Wenn wir die Diakonie in Neu-Ulm nicht hätten, gäbe es eine riesige Lücke", fügte OB Gerold Noerenberg hinzu. Und Dr. Tobias vom Diakonischen Werk Bayern lobte den "hohen Idealismus, mit dem die Diakonie in Neu-Ulm gelebt wird". Er hob auch die ökumenische Zusammenarbeit mit der Caritas vor Ort hervor, weil so die Kirche "in einer weitgehend säkularen Zeit ein wichtiges Zeichen" setze.

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