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aus: Südwest-Presse vom 11.02.2008
Jubiläum/ Der Neu-Ulmer Diakonie-Verein feierte 90-jähriges Bestehen Die Arbeit ist und bleibt gleich
In den 90 Jahren, in denen es den Neu-Ulmer Diakonieverein gibt, hat sich einiges geändert. Doch die Arbeit ist die gleiche geblieben und bot allemal einen Grund zu Feiern. Der evangelische Diakonieverein Neu-Ulm hat gestern sein 90-jähriges Bestehen gefeiert. Betrachtet man die Vereingsgeschichte genauer, werden aus den 90 Jahren gut und gerne 130 Jahre, mindestens jedoch 91. Im Jahr 1847 nämlich wurde der Vorläufer, der paritätische Krankenpflegeverein, in Neu-Ulm gegründet. 50 Jahre später, 1907, ist der Verein dann offiziell eingetragen worden. Das Protokoll-Buch, das der ehrenamtliche Geschäftsführer des Diakonievereins, Dieter Wegerer, zur gestrigen Feier im Petrussaal mitgebracht hat, stammt aber aus dem Jahr 1917. Wie dem auch sei: „Unsere Gesellschaft hat sich total verändert“, sagte die stellvertretende Landrätin Schäufele in ihrem Grußwort. Und auch OB Gerold Noerenberg betonte, dass sich allein die Familienstrukturen in den letzten 90 Jahren grundlegend verändert haben. Dennoch: „Die Arbeit ist und bleibt die gleiche“, stellte die heutige Pflegedienstleiterin Ilse Rautenberg in ihrer Jubiläumsrede fest. Angesichts körperlicher Belastung und oft auch fehlenden Geldes seien die Schwestern die Diakoniestation ein Lichtblick, lobte die Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, Sigrun Rose, den Neu-Ulmer Diakonieverein, der die pflegerischen Arbeiten ideell und finanziell unterstützt. Freilich hat sich im Lauf der Zeit auch beim Diakonieverein einiges geändert: Die Verwaltung läuft heute über den Computer, die Pflegenden sind heute kaum mehr mit dem Fahrrad unterwegs und was heute „Palliativ Care“, genannt wird, hieß früher schlicht „würdevolles Sterben“. Auch personell gibt es Veränderungen: Die Krankenschwestern und Altenpflegerinnen sind heute examinierte Kräfte, und nicht wie früher Diakonissenschwestern. Eine aus der alten Garde hat es sich aber nicht nehmen lassen , aus dem Augsburger Mutterhaus zum Jubiläum nach Neu-Ulm zu kommen: Schwester Johanna Jaretzke war vier Jahre lang in der Donaustadt tätig.
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