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aus: Südwest Presse vom 20.09.2013 von Willi Böhmer

Eine Chance für Obdachlose Senden finanziert Helfer-Stellen

Die Stadt Senden stellt in ihren Haushalt 2014 Geld für die Betreuung Obdachloser ein. Caritas und Diakonie werden diese Aufgabe übernehmen

Die Stadt Senden unterhält derzeit drei Unterkünfte für Obdachlose. In diesen drei Häusern sind derzeit 20 Männer, neun Frauen und sechs Kinder untergebracht. Die Wohnungssuche gestalte sich für diesen Personenkreis besonders schwierig. Deshalb gebe es immer wieder das Problem, dass aus einer ursprünglich als vorübergehende Notunterkunft geplanten Bleibe ein dauerhafter Aufenthaltsort wird.

Mitarbeiter der Caritas Günzburg/Neu-Ulm sowie der Diakonie Neu-Ulm sollen helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Der Hauptausschuss genehmigte für den städtischen Finanzhaushalt 2014 einstimmig 38 100 Euro, um zwei Viertelstellen für Helfer dieser beiden Verbände zu finanzieren. Sie sollen auf diese Menschen, die meist aus finanziellen Gründen ihre Wohnung verloren haben, zugehen und ihnen helfen, die soziale Isolation zu überwinden. Es gehe darum, sie ins gesellschaftliche Leben zurückzuführen. Die beiden Hilfseinrichtungen haben dazu ein Konzept entwickelt, das eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Senden vorsieht. Es gehe dabei vor allem um Einzelfallberatungen und Hilfe zur Selbsthilfe.

Stadt, Caritas und Diakonie wollen auch versuchen, private Vermieter dafür zu gewinnen, diese Menschen in ihre Mietwohnungen aufzunehmen. Das ist auch zwingend notwendig angesichts der steigenden Zahl Wohnsitzloser, berichtete die Stadtverwaltung. Die Kapazitäten der drei städtischen Notunterkünfte seien bereits heute ausgereizt. Außerdem könnten die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen den Wohnsitzlosen auch bei den Behördengängen helfen, mit denen die Betroffenen häufig überfordert seien.

"Die heile Welt ist nicht mehr ganz so heil", stellte Bürgermeister Kurt Baiker in der Hauptausschusssitzung fest. Und: "Wir haben Verantwortung für diese Menschen und dafür, dass möglichst viele wieder in die Gesellschaft zurückkehren können." Dafür müssten viele Probleme bewältigt werden, berichteten Vertreter der Caritas und der Diakonie: Sucht, Langzeitarbeitslosigkeit, fehlende Bildung, um Anträge für Hilfsangebote zu bewältigen. "Wir haben bei unseren Gespräche solche getroffen, die wir sofort in Mietwohnungen vermitteln können, aber auch solche, die wir als nicht mietfähig einstufen mussten", berichteten die Fachleute.

Es gebe im Landkreis Neu-Ulm eine gravierende Wohnraumknappheit, vor allem für die unteren Einkommensgruppen. Immer stärker würden auch höhere Einkommensgruppen davon betroffen. Und es gebe für Notfälle im Landkreis Neu-Ulm keine Notschlafstätte, "wir müssen auf Ulm verweisen". Die neuen Helfer sollen dazu beitragen, die Situation zu entschärfen.

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