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aus: Südwestpresse vom 22.04.2013

 

"Ich setze auf Gottes Hilfe"

 

Sozialpaten helfen ehrenamtlich Menschen in Not. In einem Gottesdienst in Weißenhorn sind die ersten Paten des Landkreises gestern in ihr Amt eingeführt worden. Federführend ist die evangelische Kirche.

Sozialpaten_2013

In einem Gottesdienst in Weißenhorn sind die ersten Sozialpaten des Landkreises gestern in ihr Amt eingeführt worden. Mit dabei waren Pfarrer Andreas Erstling (rechts) und Organisatorin Christine Dirr (rechts hinter ihm).

Anneliese Maisch arbeitet seit Jahren in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Weißenhorn beim Konfirmandenunterricht mit, kocht Essen für Feste, singt im Gospelchor Joyful Voice. Eine neue ehrenamtliche Aufgabe kam gestern hinzu. Die 49-Jährige wurde im Gottesdienst in der Kreuz-Christi-Kirche in ihr Amt als Sozialpatin eingeführt. Zusammen mit acht weiteren Paten möchte sie in Zukunft Menschen in prekären Lebenssituationen beraten und unterstützen - bei Behördengängen, beim Einkaufen, aber auch bei der Freizeitgestaltung.

"Mir selber geht es wirklich gut. Darum will ich denjenigen helfen, die es in ihrem Leben schwer haben", sagte Maisch. Vorigen Sommer wurde sie durch einen Aufruf im örtlichen Gemeindebrief auf das Projekt "Gemeinsam gegen Armut - Sozialpaten in Senden und Weißenhorn" der evangelischen Kirchengemeinden Weißenhorn, Senden und des diakonischen Werkes Neu-Ulm aufmerksam. Vorbereitend besuchte sie eine vierteilige Grundschulung. Die Themen: Sozialrecht, Armut in Deutschland und Kommunikation. "Wir wurden auch darin geschult, wie man unterschiedlichen Kulturen und Denkweisen am besten begegnet", sagte Maisch.

Pfarrer Andreas Erstling segnete die Sozialpaten gestern: "Das Patenamt hat in der Kirche eine gute Tradition. Durch ihren Dienst übernehmen Sie eine besondere Verantwortung." Die Urkunden überreichte Christine Dirr vom diakonischen Werk. Sie erläuterte, dass mit drei Millionen Euro aus dem landeskirchlichen Haushalt 60 Projekte finanziert werden sollen. "Es soll vor allem Alleinerziehenden, Jugendlichen, älteren Menschen und Migranten geholfen werden." Dirr findet Paten, schult und vermittelt sie. Susanne Deininger von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit hilft ihr dabei. Eine der ersten Aufgaben nehmen die Sozialpaten in Senden wahr. Dort kamen jüngst 24 Asylbewerber an. "Die Migrationsberatung der Diakonie hat uns gefragt, ob wir bei der Integration der jungen Männer mit Deutschkursen oder Stadtführungen helfen können. Vier unserer Paten haben spontan zugesagt", sagte Dirr.

Anneliese Maisch steht einer Frau zur Seite, die Privatinsolvenz beantragen wird. "Ich setze dabei fest auf Gottes Hilfe. Einfach wird die Tätigkeit mit Sicherheit nicht."

Info Wer Sozialpate werden will, kann sich bei Christine Dirr unter Tel. (0176) 45 54 56 82 melden oder per E-Mail: fit@diakonie-neu-ulm.de

 

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